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Messungen in Hessen : Stickstoffdioxid-Werte in vielen Städten gesunken

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Prüfung der Luftqualität: Eine Messstelle zeichnet die NO2-Menge auf. Bild: dpa

In Hessen wird auch weiterhin daran gearbeitet den Ausstoß an Stickstoffdioxid zu reduzieren. Dennoch werden an vielen Orten die Grenzwerte weiterhin überschritten.

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          Die Stickstoffdioxid-Werte in Hessen sind einer vorläufigen Auswertung zufolge im vergangenen Jahr gesunken, überschreiten aber stellenweise weiter den zulässigen Grenzwert. Das teilte das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Montag mit.

          Den stärksten Rückgang registrierten die Experten an der Hügelstraße in Darmstadt, wo der Jahresmittelwert von 50 auf 38 Mikrogramm sank - und damit unter den Grenzwert von 40 Mikrogramm. Darüber liegen trotz gesunkener Werte zwei Stationen in Wiesbaden (Schiersteiner Straße, 45 Mikrogramm und Ringkirche, 44) sowie eine in Limburg (Schiede, 42) und Frankfurt (Friedberger Landstraße, 42).

          Noch lägen nicht alle Werte vor, erklärte das Landesamt. An den Stellen, an denen sogenannte Passivsammler eingesetzt werden, dauere dies noch. Denn diese Ergebnisse würden im Gegensatz zu den Luftmessstationen im Labor analysiert. Passivsammler werden an oftmals stärker belasteten Orten aufgestellt. Eine vorläufige Bilanz zeige, dass auch an diesen Messstellen grundsätzlich eine positive Entwicklung vorliege. Meist sei die Konzentration um ein bis zwei Mikrogramm gesunken, teilweise mehr.

          An den Stellen, an denen in Darmstadt die Werte mit Passivsammlern ermittelt werden, sei ebenfalls ein sehr starker Rückgang zu verzeichnen, sie lägen aber weiter über dem Grenzwert, erklärte das Landesamt. In der südhessischen Stadt gilt für zwei Hauptverkehrsadern ein Fahrverbot für alte Diesel und Benziner. An einigen Messstellen in Hessen, die mittels Passivsammlern beurteilt werden, seien die Werte minimal angestiegen. Eine genaue Berechnung wird frühestens Anfang Februar erwartet.

          Passivsammler ergänzend im Einsatz

          Um die Stickstoffdioxid-Werte an besonders stark befahrenen Straßen zu messen, setzen die Kommunen auf fest installierte Messstationen, die minutengenau aufzeigen können, wann die Belastung wie hoch ist. Als Ergänzung dienen sogenannte Passivsammler. Die Umgebungsluft gelangt dort in Messröhrchen. Befindet sich Stickstoffdioxid in der Luft, reagiert es in dem Röhrchen mit einer Chemikalie. In der Regel werden die Röhrchen nach einem Monat geschlossen und im Labor ausgewertet. Anders als fest installierte Messstationen liefern sie so keine minutengenauen Auswertungen, sondern den Durchschnittswert eines Monats. Dafür erlauben die kleinen und vergleichsweise preiswerten Messgeräte flexiblere Einsätze an zusätzlichen Orten. (dpa)

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