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Skandal um verunreinigte Wurst : Foodwatch fordert per Gericht Liste aller Wilke-Abnehmer

  • Aktualisiert am

Verbraucherschützer beklagen beim Thema Lebensmittelsicherheit strukturelle Defizite. Bild: dpa

Durch verunreinigte Fleischwaren der Firma Wilke sollen zwei Menschen gestorben sein. Per Eilantrag will die Verbraucherorganisation herausfinden, welche Abnehmer das Unternehmen hatte.

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          Das Verwaltungsgericht Kassel wird in den nächsten Tagen über die Herausgabe von weiteren Informationen im Fall Wilke entscheiden. Die Verbraucherorganisation Foodwatch habe einen Eilantrag eingereicht, bestätigte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Mit dem Antrag will Foodwatch den Landkreis Waldeck-Frankenberg als zuständige Behörde verpflichten, die Namen sämtlicher Abnehmer zu veröffentlichen, die zurückgerufene Waren von dem nordhessischen Fleischhersteller Wilke bezogen. (Aktenzeichen 4 L 2482/19.KS)

          In den Waren der mittlerweile geschlossenen Firma in Twistetal-Berndorf waren mehrfach Listerien-Keime nachgewiesen worden. Sie werden mit zwei Todesfällen in Verbindung gebracht. Wann das Verwaltungsgericht über den Eilantrag entscheidet, war unklar. Am Mittwoch werde keine Entscheidung erwartet, sagte der Sprecher.

          Foodwatch hatte wiederholt die Aufklärung - und Krisenpolitik der Überwachungsbehörden im Fall Wilke kritisiert. Die Verbraucherorganisation fürchtet, dass noch keimbelastete Fleischwaren unerkannt in Umlauf sind und will deshalb den Weg der Produkte in den Einzelhandel transparent machen.

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