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Vertrag mit Investor aufgehoben : Bad Vilbels geplatzter China-Traum

  • -Aktualisiert am

Baugebiet Quellenpark Bild: F.A.Z.

Ein Investor aus China wollte auf rund 275.000 Quadratmetern in Bad Vilbel ein Großhandelszentrum für chinesische Waren bauen. Nach einem Schlingerkurs schien das Geschäft auf der Zielgeraden. Nun ist es in letzter Minute doch geplatzt.

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          Das derzeit größte chinesische Ansiedlungsprojekt in der Rhein-Main-Region ist gescheitert. Die Stadt Bad Vilbel wird ihre Grundstücke im Baugebiet „Quellenpark“ zwischen der Main-Weser-Bahn und der Bundesstraße 3 nicht an eine Investmentgesellschaft verkaufen, die von zwei chinesischen Geschäftsleuten geleitet wird. Der Vertrag über den Verkauf der Grundstücke sei einvernehmlich aufgehoben worden, teilte die Stadt mit.

          Die im Bad Vilbeler Stadtteil Dortelweil ansässige Firma BCT International sollte bis zum 31. Dezember die Kaufsumme von rund 45 Millionen Euro an die Stadtkasse überweisen. Nach Angaben von Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) hätten die Chinesen dies damit begründet, dass es „Probleme bei der Konvertierbarkeit der chinesischen Währung in Euro“ gebe.

          Verhandlungen mit anderen Investoren

          Das Geschäft mit den Chinesen schien schon im Herbst geplatzt zu sein, weil die Stadt dem Investor keine zusätzliche Zeit einräumen wollte, sich für den Kauf der Grundstücke zu entscheiden. Kurz vor Ablauf der Frist Ende September entschied sich der chinesische Geschäftsmann Changqing Lu dann allerdings doch noch, den Kaufvertrag für ein erstes Grundstückspaket zu unterzeichnen und notariell zu beurkunden.  Der Investor plante bislang, auf rund 27,5 Hektar ein großes Handelszentrum für chinesische Waren zu errichten. Insgesamt ging es bei dem Geschäft um den Kauf von Gewerbe- und Wohnflächen im Wert von knapp 94 Millionen Euro

          „Wir werden nun mit anderen potenziellen Käufern die Verhandlungen über die Grundstücke aufnehmen“, sagte Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) laut Mitteilung. Der für das Projekt zuständige ehrenamtliche Stadtrat Klaus Minkel (CDU) teilte mit, dass die Chinesen wieder als Bieter auftreten wollten, sobald die Schwierigkeiten bei der Konvertierung der chinesischen Währung in Euro gelöst seien. „Dagegen spricht nichts“, äußerte Minkel, der offenbar noch nicht die Hoffnung aufgegeben hat, dass das Projekt zumindest noch teilweise zustande kommt.

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