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Verletzte im Süden : Unwetter zieht über Hessen

  • Aktualisiert am

Nach dem Sturm: Feuerwehrleute zersägen in Darmstadt einen Baum, der auf die Fahrbahn gestürzt ist. Bild: dpa

Gewitter mit Blitz, Donner und starkem Regen zogen am Donnerstagabend über viele Teile Hessens hinweg. Ein Autofahrer in Südhessen wurde schwer verletzt und mehrere Keller wurden überflutet.

          Hessen hat Glück gehabt - vergleichsweise. Während in Nordrhein-Westfalen ein Mensch ums Leben kam, zog das Unwetter ohne größere Schäden über das Land hinweg.

          Ein Unwetter hat die Feuerwehr in weiten Teilen Hessens am Donnerstagabend stundenlang in Atem gehalten. Vor allem in Südhessen entlud sich ein heftiges Gewitter mit Blitz und Donner. Ein Autofahrer wurde schwer verletzt, als ein Baum zwischen Groß-Zimmern und Spachbrücken auf seinen fahrenden Wagen stürzte, teilte die Polizei mit. Ein Mädchen stieß mit ihrem Fahrrad gegen ein Auto, weil es in Trebur - so vermutet die Polizei - vor dem Regen flüchten wollte und nicht auf den Verkehr achtete. „Die angekündigte Sturmfront hat uns voll erwischt“, sagte ein Sprecher in der Nacht zum Freitag.

          Glück gehabt: nur kleine Gebäudeschäden

          Dutzende Bäume knickten ab und blockierten Straßen, mehrere Keller wurden überflutet. Während das Unwetter in den Landkreisen Bergstraße, Odenwald, Darmstadt-Dieburg und der Stadt Darmstadt niederging, wurde der Kreis Groß-Gerau lediglich gestreift. Glück gehabt: „Bisher wurden nur wenige, kleine Gebäudeschäden gemeldet“, teilte die Polizei mit. Am frühen Freitagmorgen waren nach Polizeiangaben nur noch kleinere Straßen betroffen.

          Durch starken Wind und schweren Regen wurden zudem sechs Menschen leicht verletzt. In Lindenfels und Reichelsheim fielen Bäume auf Autos, insgesamt drei Menschen verletzten sich, darunter ein Feuerwehrmann. In Fürth-Kröckelbach wurde ein Fußgänger von einem Baum gestreift und ebenfalls leicht verletzt. In ihrem Auto wurde auch eine schwangere Frau am Weiterfahren gehindert. Zur Vorsorge kam sie zunächst in ein Krankenhaus. In Lindenfels evakuierte die Feuerwehr ein Jugendlager, 27 Menschen wurden in einem Freizeithaus untergebracht.

          Plötzliche Abkühlung nach Hitze als Ursache

          Und auch die Polizei blieb vom Unwetter nicht verschont: Bei den Polizeistationen Bensheim und Heppenheim kam es nach Blitzeinschlägen zeitweilig zu technischen Störungen, hieß es. In Ober-Ramstadt drang Wasser über den Kanal in die Kellerräume der Polizei ein, die Freiwillige Feuerwehr musste zum Auspumpen anrücken.

          „Die Höhe der Schäden kann zur Zeit nicht abgeschätzt werden“, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. „Sie werden sich erst mit Tageseinbruch im vollem Maße offenbaren.“

          Von der plötzlichen Abkühlung nach tagelanger tropischer Hitze wurde Hessen keineswegs überrascht: Die Meteorologen hatten Hagel, Sturm und Regen vorausgesagt und sogar vor „Tornadogefahr“ gewarnt. Trotz des kalendarischen Sommerbeginns am (heutigen) Freitag war es das auch erst mal mit der Hitze: Denn auch am Wochenende geht es nicht über 23 Grad hinaus - bei „moderaten“ Temperaturen ist Durchatmen angesagt.

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