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Verlag der Autoren : „Für uns ist die Krise nicht vorbei“

Steuern durch die Krise: Annette Reschke und Thomas Maagh, die Lektoren des Theater-Verlags in den Räumen im Bahnhofsviertel. Bild: Helmut Fricke

Nur wenn die Theater gut besucht sind, verdient der Verlag der Autoren Geld. Gerade junge Schreiber stehen durch die Pandemie am Rande ihrer Existenz.

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          „Das Jahr 2020 hätte eines unserer erfolgreichsten werden können.“ Selten, sagt Annette Reschke aus der Leitung des Verlags der Autoren, seien so viele Stücke aus ihrem Haus auf den Spielplänen der Theater gewesen, nicht nur in Deutschland. Anfang des vergangenen Jahres schien die Zukunft des 1969 gegründeten Verlags also rosig. Nun hätte nur noch möglichst oft vor vollen Häusern gespielt werden müssen.

          Patricia Andreae
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Geschäftsmodell des Theaterverlags unterscheidet sich nämlich wesentlich von dem der Buchverlage. Es wird in der Regel kein bedrucktes Papier verkauft, sondern digitaler Text und das Recht, diesen zu nutzen. Die Bezahlung basiert darauf, dass die Spielstätten dem Verlag für jede verkaufte Karte rund 14 Prozent des Erlöses zahlt. Wird ein Stück also in einem ausverkauften Haus mit 1000 Plätzen bei einem durchschnittlichen Kartenpreis von 20 Euro gespielt, ergibt das etwa 2800 Euro. Da es gewöhnlich mehrere Aufführungen gibt, vervielfacht sich der Betrag. Bei kleineren bis mittleren Bühnen würden pauschal 100 bis 360 Euro je Vorstellung fällig, erklärt Geschäftsführer Thomas Maagh.

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