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Verkehrsminister-Vorstoß : Wirbelschleppen: Fraport soll Hausdächer sichern

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Abdecker: Mehr als ein Dutzend Dächer sind im Umfeld des Frankfurter Flughafens durch Wirbelschleppen beschädigt worden - allein im April Bild: dpa

Durch sogenannte Wirbelschleppen sind binnen weniger Wochen 18 Dächer nahe des Frankfurter Flughafens beschädigt worden. Nun will das Land die Fraport AG verpflichten, Dächer zu sichern.

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          Nach dem Abdecken von Dachziegeln in der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens will das Land den Betreiber Fraport zur Sicherung der Häuser verpflichten. Zur Prävention von Wirbelschleppen durch Flugzeuge werde eine entsprechende Anordnung vorbereitet, kündigte Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) im Landtag an.

          Die Fraport AG erklärte sich zur Kooperation bereit. Man arbeite bereits an einem Dachkataster.

          In den vergangenen Wochen waren in Flörsheim mehrfach Ziegel - in einem Fall mehr als 50 Stück - von den Dächern geschleudert worden. Bewohner und Kommunen führen die Vorfälle auf Luftverwirbelungen (Wirbelschleppen) der einfliegenden Maschinen zurück. Über Flörsheim steuern die Maschinen bei Ostwind die im Oktober 2011 eröffnete neue Landebahn an.

          18 Schäden seit April

          Wirbelschleppen gebe es an jedem Flughafen. Die Vorfälle hätten sich jedoch jüngst gehäuft, räumte Rentsch ein. Bis Mitte April seien bereits 18 Schäden gemeldet worden. Die Regierung wolle daher Fraport mit der Sicherung der Dächer in die Pflicht nehmen und das Planfeststellungsverfahren von 2007 ergänzen.

          Letztlich gebe es zwar keine Beweise, dass Wirbelschleppen zum Abdecken der Ziegel geführt hätten. „Gesunder Menschenverstand spricht dafür“, meinte Rentsch. Fraport kann sich zur Anordnung bis zum 3. Mai äußern.

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