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Verkehrsexperiment beendet : Mehrheit für Mainkai-Sperre

  • -Aktualisiert am

Botschaft: Mit Farbe sind die Worte „Mainkai autofrei“ auf einer Straße aufgemalt. Bild: dpa

Eine Umfrage zeigt: Mehr als die Hälfte der Frankfurter wollen den nördlichen Mainkai nicht wieder für Autos öffnen. Der Verkehrsdezernent sieht darin den eindeutigen Wunsch nach einer neuen Verkehrspolitik.

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          57 Prozent der Frankfurter sind der Ansicht, das nördliche Mainufer solle dauerhaft für den Autoverkehr gesperrt bleiben. Dieses Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des städtischen Amts für Statistik und Wahlen hat Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) am Donnerstag bekanntgegeben. Die Frage war Bestandteil der jährlichen Bürgerbefragung, bei der im vergangenen Dezember, vier Monate nach Beginn der Sperrung, 1000 Frankfurter ihre Meinung zu aktuellen Stadtthemen äußerten.

          Ralf Euler
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          21 Prozent der Befragten halten die Ost-West-Verbindung zwischen Alter Brücke und Untermainbrücke für unverzichtbar, 15 Prozent ist die Verkehrssituation dort gleichgültig und sieben Prozent wollten sich dazu gar nicht äußern. Der Abschnitt war im August 2019 probeweise für ein Jahr für Kraftfahrzeuge gesperrt worden. Am Dienstag läuft der Versuch aus, weil sich die Römerkoalition aus CDU, SPD und Grünen nicht auf eine Verlängerung einigen konnte. SPD und Grüne wollen den Mainkai dauerhaft für Fußgänger und Radler reservieren, die CDU ist dagegen.

          Verkehrsdezernent Oesterling interpretierte das Ergebnis der Umfrage als klares Votum für eine neue Verkehrspolitik. „Der Trend geht eindeutig zur autofreien oder autoarmen Innenstadt.“ Dafür spreche auch ein weiteres Ergebnis der Umfrage: 57 Prozent sind der Ansicht, Fußgängern und Radfahrern sollte zu Lasten des Autoverkehrs mehr Platz zur Verfügung gestellt werden.

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