https://www.faz.net/-gzg-9fk15

AfD unterliegt Eintracht-Chef : Verfahren gegen Peter Fischer eingestellt

  • Aktualisiert am

Sieg für Eintracht-Chef: Das Verfahren gegen Peter Fischer wird eingestellt. Bild: Rainer Wohlfahrt

Wenn es um die AfD geht, nimmt Peter Fischer kein Blatt vor den Mund. Das brachte dem Eintracht-Präsidenten ein Verfahren wegen Beleidigung und übler Nachrede ein. Nun hat die Staatsanwaltschaft entschieden.

          1 Min.

          Nach einem Streit zwischen Peter Fischer und der AfD hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Präsidenten des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt eingestellt. Anfang des Jahres hatten die Landessprecher der AfD Hessen Strafanzeige gegen Fischer wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gestellt. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt sagte am Mittwoch, Fischers Äußerungen seien „vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt“.

          Vorausgegangen war ein öffentlicher Schlagabtausch des Eintracht-Präsidenten mit der AfD Hessen. Ende 2017 hatte Fischer in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt: „Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen.“ Nach Kritik aus der AfD legte er in einem Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk nach: „Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben.“

          Die AfD Hessen kündigte an, Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens einzulegen. „Wir werden mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens vorgehen und zunächst in Kürze Beschwerde einlegen“, sagte Landessprecher Klaus Herrmann.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Krawall ohne Ende: Im Hamburger Schanzenvierteil während des G-20-Gipfels im Juli 2017

          Prozess zu G-20-Krawallen : Schuldig durch Mitmarschieren?

          Die Folgen der G-20-Krawalle bewegen Hamburg auch nach drei Jahren noch. Ein neuer Prozess wirft jetzt die Frage auf: Ab wann machen sich Demonstranten des Landfriedensbruchs schuldig?
          Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 942.687 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland.

          Robert-Koch-Institut : Mehr als 22.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

          In Deutschland sind innerhalb eines Tages mehr als 22.046 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das sind rund 200 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die Todesfälle erreichen mit 479 binnen eines Tages den zweithöchsten Stand seit Beginn der Pandemie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.