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AfD unterliegt Eintracht-Chef : Verfahren gegen Peter Fischer eingestellt

  • Aktualisiert am

Sieg für Eintracht-Chef: Das Verfahren gegen Peter Fischer wird eingestellt. Bild: Rainer Wohlfahrt

Wenn es um die AfD geht, nimmt Peter Fischer kein Blatt vor den Mund. Das brachte dem Eintracht-Präsidenten ein Verfahren wegen Beleidigung und übler Nachrede ein. Nun hat die Staatsanwaltschaft entschieden.

          Nach einem Streit zwischen Peter Fischer und der AfD hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Präsidenten des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt eingestellt. Anfang des Jahres hatten die Landessprecher der AfD Hessen Strafanzeige gegen Fischer wegen Beleidigung, übler Nachrede und Verleumdung gestellt. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt sagte am Mittwoch, Fischers Äußerungen seien „vom Grundrecht der Meinungsfreiheit gedeckt“.

          Vorausgegangen war ein öffentlicher Schlagabtausch des Eintracht-Präsidenten mit der AfD Hessen. Ende 2017 hatte Fischer in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gesagt: „Es verträgt sich nicht mit unserer Satzung, AfD zu wählen.“ Nach Kritik aus der AfD legte er in einem Gespräch mit dem Hessischen Rundfunk nach: „Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben.“

          Die AfD Hessen kündigte an, Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens einzulegen. „Wir werden mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten gegen die Einstellung des Ermittlungsverfahrens vorgehen und zunächst in Kürze Beschwerde einlegen“, sagte Landessprecher Klaus Herrmann.

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