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Erfolgreiche Unternehmerinnen : Der weibliche Weg in die Selbständigkeit

Geschäftsgründerin: Renate Wegner-Koch Bild: Maximilian von Lachner

Ein Unternehmen wollte Renate Wegner-Koch eigentlich nie gründen. Doch nach einem Kurs bei den Frauenbetrieben hat es sich anders gefügt. Nun feiert sie mit ihrem Geschäft Jubiläum.

          3 Min.

          Mit Kalkül hatte diese Unternehmensgründung nicht viel zu tun. Auch nicht mit ideologischer Überzeugung. Natürlich sei sie „frauenbewegt gewesen“, sagt die 1950 geborene Renate Wegner-Koch. Wie viele in dieser Zeit. Schließlich hatte sie die Achtundsechziger-Bewegung in Frankfurt hautnah miterlebt, an Demonstrationen teilgenommen, auch wenn sie damals noch bei den Eltern in Hattersheim lebte und sich in Wiesbaden zur Arzthelferin ausbilden ließ. Auch das wie viele andere ihrer Generation.

          Mechthild Harting

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Entscheidung, sich bei dem neugegründeten Verein Frauenbetriebe zu einem unentgeltlichen eineinhalbjährigen Kurs anzumelden, der Mütter und Hausfrauen auf die berufliche Selbständigkeit vorbereiten sollte, fiel dennoch zufällig. „Ich wollte einfach etwas machen“, erinnert sich Wegner-Koch, die nach der Geburt ihres Sohnes 1980 ihre Berufstätigkeit aufgegeben hatte, da die Betreuungszeiten in den Kindergärten es nicht erlaubten, auch nur halbe Tage zu arbeiten. Sie habe schon fest im Kopf die Vorstellung gehabt, dass eine Frau sich und ihren Nachwuchs „eigenständig über die Runden bringen können sollte“. Auch wenn sie damals dank ihres Ehemanns keine Existenzsorgen hatte. Nur sich selbständig zu machen, „das wollte ich nie“.

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