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Salafismus-Verdacht : Fuldaer Moschee im Visier von Verfassungsschutz

  • Aktualisiert am

Unter Beobachtung: Der Verfassungsschutz sieht sich eine Moscheengemeinde in Fulda genauer an (Symbolbild) Bild: dpa

Der Verfassungsschutz sieht sich eine Moscheengemeinde in Fulda genauer an. Der Trägerverein sei „aufgrund seiner salafistischen Beeinflussung bekannt“.

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          Eine Moscheegemeinde in Fulda steht unter dem Verdacht, zur Radikalisierung junger Muslime beizutragen. Ein der Sunnah-Moschee angeschlossener Verein soll dabei eine zentrale Rolle spielen. Der Verein „Muslime Fulda“ sei dem Landesamt für Verfassungsschutz in Hessen „aufgrund seiner salafistischen Beeinflussung bekannt“, berichtete das Innenministerium am Montag in Wiesbaden und bestätigte einen Bericht des Hessischen Rundfunks. Zu Einzelpersonen würden aus Datenschutzgründen keine Angaben gemacht.

          Dem Bericht zufolge versucht der Vereinsvorstand, Gemeindemitglieder mit salafistischem Gedankengut zu beeinflussen. Junge Muslime sollten dazu bewegt werden, in den bewaffneten Jihad (Heiligen Krieg) zu ziehen. Nach Erkenntnissen des Ministeriums veranstaltet der Verein seit Jahren Koran-Verteilungen. Die Aktionen gelten als ein möglicher Weg zur Radikalisierung von Muslimen.

          Der Verein versicherte in einer Stellungnahme: „Bei unseren Aktivitäten bewegen wir uns stets innerhalb des hier geltenden Rechts und gefährden dabei in keinster Weise die Ordnung, Sicherheit und Stabilität in diesem Land.“ Der Vorwurf, der Verein wolle Muslime zum bewaffneten Kampf in Syrien zu bewegen, sei falsch. „Wir wünschen für unsere Mitmenschen nur das Beste und sind davon überzeugt, dass der Islam das Beste ist.“

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