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Verein gegen Fluglärm : Ende des Widerstands nach 56 Jahren

Gewohnter Anblick: ein Flugzeug im Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen Bild: dpa

Der „Umweltpfarrer“ Kurt Oeser aus dem hessischen Mörfelden hat vor 56 Jahren die Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms gegründet. Nun wird der Verein aufgelöst.

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          Gut 56 Jahre nachdem der wegen seines Engagements deutschlandweit als „Umwelt- und Startbahnpfarrer“ bekannt gewordene Kurt Oeser aus Mörfelden im April 1965 sie gegründet hat, gibt es die Interessengemeinschaft zur Bekämpfung des Fluglärms (IGF) nicht mehr. Der letzte amtierende Vorstand aus Dirk Treber und seiner Frau Wilma Frühwacht-Treber hat wissen lassen, dass sich der Verein aufgelöst hat. Der Grund: Es finden sich keine Frauen und Männer mehr, die sich für die IG engagieren wollen.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Treber und seine Frau, beide sind inzwischen um die 70 Jahre alt, zieht es auf die Ostseeinsel Usedom, im Herbst ist es so weit. Seit Jahrzehnten haben sich beide gegen den Flughafenausbau und bei den Grünen engagiert. Dirk Treber gehörte unter anderem der ersten Fraktion der Umweltpartei im Landtag an und arbeitete eng mit Joschka Fischer zusammen, der zwischen 1985 und 1987 hessischer Umweltminister der ersten rot-grünen Regierungskoalition war.

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