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Darmstadt : Verdi: Schlecker mahnt wegen WC-Gang ab

Die für einen rüden Umgang mit den Angestellten vielfach gescholtene Drogeriemarktkette Schlecker hat nach Angaben der Gewerkschaft Verdi nun eine Filialleiterin wegen eines dreiminütigen Gangs zu Toilette abgemahnt.

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          Die für einen rüden Umgang mit den Angestellten vielfach gescholtene Drogeriemarktkette Schlecker hat nach Angaben der Gewerkschaft Verdi nun eine Filialleiterin wegen eines dreiminütigen Gangs zu Toilette abgemahnt. Die Frau, die eine Verkaufsstelle in Darmstadt leitet, habe kurz vor 9 Uhr, der eigentlich vorgesehenen Öffnungszeit, noch einmal austreten müssen und habe so die Tür erst um drei Minuten nach 9 Uhr öffnen können, heißt es bei Verdi.

          Jochen Remmert

          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Das Unternehmen begründet die Abmahnung der Gewerkschaft zufolge damit, dass eine Schlecker-Kontrolleurin beobachtet habe, dass erst nach dem Klopfen eines Kunden geöffnet worden sei. Durch die Verzögerung sei nicht nur der Kunde verärgert worden, sondern auch Schlecker Umsatz entgangen. Vom Unternehmen war gestern dazu keine Stellungnahme zu erhalten.

          Der zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Horst Gobrecht erläuterte, dass die abgemahnte Mitarbeiterin schon im April dieses Jahres eine sogenannte Verdachtskündigung, bei der es um einen Diebstahlsvorwurf ging, vor dem Darmstädter Arbeitsgericht abwehren und ihren Arbeitsplatz verteidigen konnte. Er sieht einen Zusammenhang zwischen dem Vorgehen des Hauses Schlecker gegen die Mitarbeiterin und der Ankündigung, das Filialnetz weiter verkleinern zu wollen.

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