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Salafismus : Polizei verhindert „Grillfest“ von Salafisten

Mögliche Anwerbeversuche: Die Polizei in Frankfurt hat ein Treffen von Salafisten verhindert (Symbolbild) Bild: dpa

In Frankfurt hat die Polizei ein Treffen von Salafisten verhindert. Es wird vermutet, dass das Fest zum Anwerben von „Gotteskriegern“ dienen sollte.

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          Ein Treffen von Salafisten, auf dem nach Einschätzung der Polizei neue Anhänger geworben werden sollten, hat die Polizei am Samstagnachmittag auf dem Frankfurter Rebstockgelände verhindert. Nach Angaben eines Sprechers waren unter den mehr als 30 Teilnehmern im Alter zwischen 15 und 39 Jahren auch sogenannte Hassprediger.

          Geladen war zu einem Grillfest, die Sicherheitsbehörden haben jedoch Anhaltspunkte dafür, dass auch beabsichtigt war, neue „Gotteskrieger“ zu rekrutieren. Unter den von der Polizei Kontrollierten sei ein Neunzehnjähriger gewesen, der sich in Syrien aufgehalten habe.

          Frankfurt als Zentrum der Szene

          Andere seien als Koran-Verteiler und wegen des Verdachts bekannt, in den Bürgerkriegsgebieten eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben.

          Nach einer ähnlichen Veranstaltung vor knapp drei Jahren hatten sich laut Polizei einige der Teilnehmer der Terrororganisation „Islamischer Staat“ angeschlossen. Von mindestens einem der Ausgereisten sei anzunehmen, dass er bei den Kämpfen ums Leben gekommen sei.

          Die Polizei stellte am Samstag mehrere Mobiltelefone sicher, auf denen sich offenbar verbotene, gewaltverherrlichende Dateien befanden. Die Handys werden jetzt ausgewertet. Frankfurt und der südhessische Raum gelten als Zentren der salafistischen Bewegung in Deutschland.

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