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Großveranstaltungen und Corona : Besucher als größtes Risiko

Dichtes Gedränge: Weil bei Sportveranstaltungen wie dem Ironman die Zuschauer nur schwer zu steuern sind, prüft das Gesundheitsamt mögliche Lösungen. Bild: Wonge Bergmann

Die Gesundheitsämter prüfen Hygienekonzepte für mögliche Veranstaltungen im Sommer. Aber nicht alles, was theoretisch möglich ist, wird auch erlaubt.

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          Manchmal fühlt sich seine Arbeit unwirklich an. Fast so, als könne nur ein unverbesserlicher Optimist sie erledigen. Özden Dogan ist Realist. Er orientiert sich an der Faktenlage. Und die lässt gerade wenig Spielraum. Während Deutschland über einen abermaligen Lockdown diskutiert, beugt sich Dogan über Hygienekonzepte von Großveranstaltungen mit oft mehreren Hunderten Zuschauern. Der Mediziner und Mitarbeiter des Frankfurter Gesundheitsamtes berät Veranstalter, die hoffen, schon im Sommer wieder kleinere und größere Events mit Publikum durchführen zu können. Für alle Beteiligten ist das eine Geduldsprobe. Denn die Hygienekonzepte müssen immer wieder angepasst werden.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Dabei, so sagt Dogan, haben sich die fachlichen Anforderungen an die Veranstalter in den vergangenen Monaten kaum verändert. Es würden noch immer die strengen Standards gelten wie zu Beginn der Pandemie. „Was sich aber verändert hat, ist die öffentliche Wahrnehmung des Ganzen.“ Jede noch so kleine Veranstaltung entwickele eine enorme Signalwirkung, ist sich der Arzt sicher. „In einer Phase, in der man erwartet, dass die Bürger die Regeln einhalten, ist es schwer zu erklären, wieso theoretisch eine Großveranstaltung genehmigt werden könnte.“

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