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Verabschiedung Kardinal Meisners : Tebartz-van Elst trotz Einladung nicht dabei

  • Aktualisiert am

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Bild: dpa

Kardinal Meisner ist am Sonntag in Köln verabschiedet worden. Auf der Gästeliste stand auch der beurlaubte Limburger Bischof Tebartz-van Elst, doch er ist nicht erschienen.

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          Der beurlaubte Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist am Sonntag nicht zur Verabschiedung des Kölner Kardinals Joachim Meisner erschienen. Eine Feierstunde im Gürzenich, einem historischen Festhaus in der Kölner Innenstadt, fand ohne ihn statt. Tebartz-van Elst (54) hatte zusammen mit vielen anderen Bischöfen auf der Gästeliste gestanden. Auch zu einer Messe am Nachmittag im Kölner Dom war er eingeladen. Bis zuletzt war unklar gewesen, ob er kommen würde.

          Tebartz-van Elst war im Oktober von Papst Franziskus beurlaubt worden. Anlass waren Kritik an seinem Führungsstil und die hohen Kosten für die neue Bischofsresidenz in Limburg.

          Derweil wurde Kardinal Joachim Meisner nach 25 Jahren als Kölner Erzbischof in den Ruhestand verabschiedet worden. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa, er habe trotz teilweise unterschiedlicher Meinungen immer kollegial mit Meisner zusammengearbeitet. „Er ist eingetreten vor allem für den Schutz des Lebens in allen Situationen, und er ist der unerschütterliche Verkünder des Evangeliums - so bleibt er mir in Erinnerung“, sagte Zollitsch. Als radikaler Abtreibungsgegner hatte Meisner Ende der 90er Jahre gegen den Widerstand liberalerer Bischöfe den Ausstieg der Kirche aus der staatlichen Schwangerenberatung mitbetrieben.

          Meisner, der 80 Jahre alt ist, war vor einer guten Woche auf eigenen Wunsch vom Papst in den Ruhestand versetzt worden. Im Gürzenich beschrieb ihn die stellvertretende nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann (Grüne) als „Kirchenmann mit großer Wortgewalt“. Viele Äußerungen Meisners seien umstritten gewesen, jedoch habe er Widerspruch immer geschätzt und „Freude an der Auseinandersetzung“ gehabt. Seicht oder langweilig sei es mit ihm nie gewesen, sagte die Schulministerin.

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