https://www.faz.net/-gzg-8a9w9

Eintracht Frankfurt : Problemfall Kadlec

Da war er noch in Jubellaune: Vaclav Kadlec (links) freut sich im Jahr 2014 über ein Tor. Bild: dpa

Die Unzufriedenheit über Vaclav Kadlec ist groß, dem Profi mangelte es zuletzt an Biss und Durchsetzungsvermögen. Es wird Zeit für klare Verhältnisse - und alles spricht dafür, dass der Tscheche die Eintracht bald verlassen wird.

          1 Min.

          Es wird Zeit, dass endlich klare Verhältnisse herrschen. Vaclav Kadlec braucht eine Perspektive – und die Eintracht auch. Die Unzufriedenheit über den in Frankfurt angestellten Fußballprofi ist groß. Trainer Armin Veh hat zwar immer wieder betont, dass er dem Tschechen zutraue, den Durchbruch in der Bundesliga zu schaffen. Allein, der Angreifer aus Prag ist in Deckung geblieben und hat alle Chancen, die sich ihm seit 2013 in Frankfurt boten, verstreichen lassen. Dabei war die Gelegenheit so günstig wie nie, um endgültig Fuß zu fassen.

          Seit Sommer steht schließlich fest, dass die Eintracht ein veritables Problem auf der linken offensive Seite hat. Der ursprüngliche Plan, den Schalker Sidney Sam unter Vertrag zu nehmen, hatte sich schon zu Beginn der Vorbereitungsphase zerschlagen. Andere Spuren wurden fortan nicht mehr verfolgt. Veh und Sportdirektor Bruno Hübner setzten auf eine interne Lösung – und hatten Pech, dass ihnen auch noch Takashi Inui verlorenging. Der sensible, in seinen Leistungen höchst schwankende Japaner wollte seiner Karriere einen neuen Kick geben. Er bat um die Freigabe für ein Engagement in Spanien und wechselte nach Eibar ins Baskenland. Immer wieder einmal stand Inui, als er noch den Eintracht-Dress trug, für überraschende spielerische Elemente auf der linken Außenbahn.

          Kein Spieler konnte an der linken Außenbahn überzeugen

          Veh versuchte es mit vielen Alternativen. Nachwuchsmann Joel Gerezgiher durfte sich auf links tummeln, ebenso Aleksandar Ignjovski, Marc Stendera und Vaclav Kadlec. Zur vollsten Zufriedenheit aber vermochte keiner der Eintracht-Profis diesen Posten auszufüllen. Veh und Hübner sind sich einig, „dass wir uns umschauen und im Winter etwas machen werden“. Was sie in jedem Fall tun werden: Sie werden Kadlec, wenn alles passt, aus dem noch bis zum Juni 2017 laufenden Vertrag herauslösen und über die Grenze ziehen lassen.

          Alles spricht dafür, dass der 23 Jahre alte Tscheche, dem es immer wieder an Biss und Durchsetzungsvermögen mangelt, nach Dänemark gehen wird. Der FC Midtjylland, der seit Monaten schon an Kadlec interessiert ist, dürfte kurz vor der Ziellinie stehen. Strittig ist nur noch die Höhe der Ablösesumme. Als die Eintracht Kadlec aus Prag holte, flossen 3,2 Millionen Euro in die Goldene Stadt. Jetzt ist zu hören, dass die Eintracht Kadlec im Winter für zwei Millionen Euro ziehen lassen würde.

          Weitere Themen

          Innenministerium und LKA sind sich weiter uneins

          Droh-Mail-Affäre in Hessen : Innenministerium und LKA sind sich weiter uneins

          In der Droh-Mail-Affäre der hessischen Polizei herrscht weiter Unklarheit über die Informationspolitik. Die Opposition setzt Hessens Innenminister Peter Beuth unter Druck. Eine Sondersitzung im Innenausschuss des Landtags soll Klarheit bringen.

          Topmeldungen

          Kann sich auch mal leisten, wer nicht als „reich“ gilt: Dinner in Amsterdam.

          Vermögensverteilung : Die Neuvermessung der Reichen

          Wer die Lücke zwischen Arm und Reich verringern möchte, muss am unteren Ende ansetzen und den Aufbau von Vermögen unterstützen. Viel zu viele Deutsche haben keinerlei Ersparnisse. Das ist ein Armutszeugnis.
          Lauthals gegen Biden: Trump bei der Pressekonferenz im Rosengarten.

          Trumps Ersatz-Wahlkampf : Noch konfuser als sonst

          Wegen Corona kann Donald Trump keine Kundgebungen abhalten. Ersatzweise lädt er Journalisten ins Weiße Haus. Der Vorwand? Die neue China-Politik. Das tatsächliche Thema? Joe Biden. Denn der wolle alle Fenster abschaffen!
          Sturmumtost: das Gebäude der „New York Times“ in New York

          „New York Times“ in der Kritik : Ein Forum für alle?

          Von Kollegen gemobbt, von Twitter bevormundet: Meinungsredakteurin Bari Weiss verlässt die „New York Times“ – und erklärt in einem gepfefferten Kündigungsbrief, warum sie dort nicht mehr arbeiten möchte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.