https://www.faz.net/-gzg-afbkr

Buch zur Neuroinfektiologie : „Kenntnis fürs Überleben wichtig“

Prof. Dr. Uta Meyding-Lamadé, Chefärztin der Neurologie am Nordwest Krankenhaus in Frankfurt am Main. Bild: Bergmann, Wonge

Die Neurologin Uta Meyding-Lamadé hat ein Standardwerk zur Neuroinfektiologie herausgegeben. Das ist besonders aktuell, weil der Klimawandel die Verbreitung von tropischen Krankheiten auch in Deutschland fördert.

          4 Min.

          Wenn es um Leben und Tod geht, kommt es auf jedes Detail an. Wer nicht weiß, wonach er suchen muss, kann die winzigen flohstichartigen Einblutungen an den Fingerkuppen leicht übersehen, sagt die Neurologin Uta Meyding-Lamadé. Wenn ein Arzt sie bei einem Patienten entdeckt, ist schnelles Handeln geboten, denn es sind Anzeichen einer Meningokokken-Meningitis. Unbehandelt könnten Patienten binnen einer Stunde sterben, warnt die Chefärztin der Neurologie am Nordwestkrankenhaus.

          Ingrid Karb
          Blattmacherin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Damit sich Ärzte über Symptome und Behandlungsmöglichkeiten informieren können, hat die Neurologin zusammen mit Martin Stangel aus Hannover und Jörg Weber aus Klagenfurt ein etwa 500 Seiten dickes Nachschlagewerk zur „Neuroinfektiologie“ verfasst, das gerade im Springer Verlag erschienen ist. Neurologen, Infektiologen, Klinik- und Hausärzte können es „querlesen“, wie Meyding-Lamadé sagt, oder auch gezielt nachschlagen, wenn sie bei einem Patienten eine entsprechende Erkrankung vermuten. „Bei diesen Erkrankungen gibt es eine hohe Sterblichkeit, da ist Kenntnis fürs Überleben wichtig.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Was hat Wladimir Putin in der Ukraine vor?

          Ukraine-Krise : Russlands wunde Punkte

          Neue westliche Sanktionen könnten Russland hart treffen – aber auch in Ländern wie Deutschland Schaden anrichten, das von russischem Gas abhängig ist.