https://www.faz.net/-gzg-9r04y

Jugendstrafe : IS-Sympathisant plante Anschlag mit Schwarzpulver

  • Aktualisiert am

Islamistischer Anschlag geplant: Urteil gegen jungen IS-Sympathisant (Symbolbild) Bild: dpa

Ein IS-Sympathisant hat mit dem Schwarzpulver mehrerer China-Böller einen islamistischen Anschlag in Deutschland geplant. Nun fiel das Urteil gegen den jungen Iraker.

          1 Min.

          Weil er mit Schwarzpulver aus 50 China-Böllern einen islamistischen Anschlag geplant haben soll, ist ein 20 Jahre alte Mann vom Frankfurter Oberlandesgericht verurteilt worden. Die Richter setzten die Jugendstrafe von zwei Jahren am Montag zur Bewährung aus. Der Iraker soll mit der terroristischen Vereinigung „Islamischer Staat“ sympathisiert haben. Laut Urteil hatte der Mann 2017 aus den China-Böllern rund 75 Gramm Schwarzpulver gewonnen, mit dem er kurzzeitig einen Sprengstoffanschlag geplant habe.

          Darüber hinaus habe er auf Facebook Anleitungen für Sprengsätze verschickt und Werbung für den IS betrieben, „die nicht nur Imponiergehabe war“, sagte der Vorsitzende Richter. Das Gericht ging von der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sowie Werbung und Anleitung für eine solche Tat aus.

          Der Mann hatte bei seinen Eltern im nordhessischen Eschwege gewohnt und saß seit Februar 2018 in Untersuchungshaft. Auf Anordnung des Gerichts darf er in den kommenden fünf Jahren Reisen ins Ausland nur mit Genehmigung des Oberlandesgerichts antreten.

          Der Verteidiger sprach von „naiven, jugendlichen Zügen“ des Angeklagten und votierte für eine Bewährungsstrafe. Die Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft hatten zwei Jahre und acht Monate Haft gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (AZ 5-2 Ofs 23/18 - 4/18).

          Weitere Themen

          Die Tür zur Kindheit

          Hessisches Staatsballett : Die Tür zur Kindheit

          Chefchoreograph Tim Plegge interpretiert den „Nussknacker“ mit dem Hessischen Staatsballett neu. Bei der Inszenierung geht es dem Choreographen vor allem „um die kindliche Phantasie“.

          Topmeldungen

          Boris Johnson am Donnerstag in Brüssel.

          Brexit-Streit : Noch viel Überzeugungsarbeit für Boris Johnson

          Mit den EU-Partnern hat sich Großbritanniens Regierungschef auf eine neuen Entwurf des Brexit-Vertrags geeinigt. Doch im britischen Unterhaus muss Boris Johnson weiter um jede Stimme dafür kämpfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.