https://www.faz.net/-gzg-9lk3q

Gerichtsurteil in Frankfurt : Kein Schadenersatz für gebrochenes Hundebein

  • Aktualisiert am

Beim Ballspielen brach sich ein junger Hund der Rasse Flat Coated Retriever das Bein (Symbolbild). Bild: Picture-Alliance

Ein junger Hund springt nach einem Ball – und bricht sich das Bein. Für diesen Unfall hat eine Frau ihren früheren Freund verantwortlich gemacht, der den Ball warf. Schadenersatz bekommt sie dafür nicht.

          Fast 20.000 Euro Schadenersatz verlangte eine Frau von ihrem früheren Freund. Sie machte ihn für das gebrochene Bein ihres jungen Hundes verantwortlich. Der Mann hatte einige Wochen nach der Trennung des Paares dem Retriever zu dessen erstem Geburtstag einen Ball geschenkt. Anschließend spielte er mit dem Hund, der den Ball zurückbringen sollte. Nach einer halben Stunde sprang der zur Rasse Flat-Coated gehörende Retriever jedoch so in die Luft, dass er mit dem gesamten Gewicht auf dem hinteren linken Bein aufkam – und sich das Hinterbein brach.

          Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt wies die Klage der Frau ab und stellte in dem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss fest, dass das Unglück nicht dem Werfer zuzurechnen sei. Wenn ein junger Hund beim Springen nach einem Ball einen Bruch erleide, sei dies ein „gänzlich unwahrscheinliches Ereignis“. Das Springen gehöre zum Spieltrieb gerade von jungen Hunden.

          Grundsätzlich könne davon ausgegangen werden, dass die „körperliche Konstitution eines Hundes so ist, dass er derartige tiertypische Handlungen ohne Verletzungen durchführen kann“. Außerdem habe die Halterin des Hundes auch nichts gegen das Spielen ihres ehemaligen Partners mit dem Tier unternommen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Fed-Präsident Jerome Powell : Donald Trump und sein Buhmann

          Jerome Powell lenkt die mächtigste Zentralbank der Welt. Der Fed-Chef schlägt eine fast aussichtslose Schlacht – auch gegen seinen eigenen Präsidenten. Nun warten Anleger und Politiker in der ganzen Welt auf eine Rede von ihm.
          Der ehemalige Daimler-Chef Dieter Zetsche wird Aufsichtsrat bei Aldi Süd. Das liegt auch an seiner Freundschaft zum ehemaligen BASF-Chef Jürgen Hambrecht.

          Ehemaliger Daimler-Chef : Zetsche geht zu Aldi Süd

          Nach dem Ende seiner Karriere bei Daimler hat Zetsche einen Posten bei Aldi Süd übernommen. Wie die F.A.Z. erfahren hat, ist er schon seit Juni im Beirat des Discounters. Das hängt mit einer Männerfreundschaft zusammen.

          Sherpas Hecker und Röller : Das sind Merkels G-7-Helfer

          Am Samstag beginnt der G-7-Gipfel in Frankreich. Jan Hecker und Lars-Hendrik Röller haben die meiste Arbeit dann hinter sich: Sie bereiten die Kanzlerin auf das Treffen vor. Doch wer sind Merkels wichtigste Berater?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.