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Unterkünfte für Ukrainer : Unterkünfte in Leichtbauweise für Ukrainer

  • Aktualisiert am

Bisher sind Flüchtlinge im Main-Kinzig-Kreis in vier Sporthallen untergebracht. Diese sollen geräumt werden und wieder den Sportlern zur Verfügung stehen.

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          Für die Flüchtlinge aus der Ukraine will der Main-Kinzig-Kreis neue Unterkünfte in Leichtbauweise errichten. Diese Behelfsbauten können kurzfristig zur Verfügung stehen und auch über einen längeren Zeitraum benutzt werden, wie Landrat Thorsten Stolz und Sozialdezernentin Susanne Simmler (beide SPD) mitteilen. Mit dieser Lösung stehen nach ihren Worten die Sporthallen, in denen die Schutzsuchenden aus dem Kriegsgebiet bisher untergebracht sind, wieder den Sportlern und nach den Ferien auch den Schulen zur Verfügung. Zurzeit dienen nach Angaben der Kreisverwaltung vier Hallen in Hanau, Wächtersbach, Langenselbold und Birstein der Unterbringung. In Hanau-Mittelbuchen handelt es sich um eine Mehrzweckhalle, die übrigen drei Gebäude sind Schulturnhallen.

          Diese Situation in den Hallen sei für die dort lebenden Flüchtlinge sehr belastend. Außerdem müssten die Vereine auf ihre Trainingsplätze verzichten. Die Bauten in Leichtbauweise seien notwendig, weil es kaum noch möglich sei, privaten Wohnraum für Flüchtlinge zu vermitteln. Die Kapazität dafür sei „ausgeschöpft“. Derzeit sind nach Angaben von Stolz und Simmler 4500 Geflüchtete aus der Ukraine im Landkreis registriert. Nur ein kleiner Teil von 400 Personen sei in den vier Sporthallen untergebracht. Die übrigen lebten in Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises oder in Wohnungen. Viele seien auch bei Freunden oder Verwandten untergekommen. In kurzer Zeit seien mehr Hilfesuchende ins Kreisgebiet ge­kommen als im Jahr 2015 in der damaligen Flüchtlingskrise.

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