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Universitäten der Region : Keine höheren Zulassungshürden

Vollversammlung: In den Hörsälen der Uni Kassel wird es bald wieder so eng. Bild: dpa

Der Anteil der Bachelor-Fächer mit Numerus clausus hat sich an den Universitäten im Rhein-Main-Gebiet gegenüber dem Vorjahr meist nur wenig verändert.

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          Studierwillige, die sich für das Wintersemester an einer hessischen Universität oder der Uni Mainz beworben haben, müssen meist nicht mit höheren Zulassungshürden rechnen als vor einem Jahr. Wie eine Umfrage dieser Zeitung ergab, sind derzeit je nach Hochschule etwa ein Viertel bis knapp zwei Drittel der Bachelor-Studiengänge mit einem Numerus clausus (NC) versehen. Meist hat sich dieser Anteil gegenüber dem Wintersemester 2012/2013 nur unwesentlich verändert. Insgesamt verzeichnen die Unis gegenüber dem Vorjahr keine dramatisch gestiegenen Bewerberzahlen.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Nach einer Recherche der „Süddeutschen Zeitung“ bei den 20 größten Universitäten Deutschlands sind zum Wintersemester 68 Prozent der regulären Bachelor-Studiengänge zulassungsbeschränkt. Die Universitäten Frankfurt und Mainz, die ebenfalls zu den größten deutschen Hochschulen gehören, liegen jedoch mit einem Anteil von 27 beziehungsweise 35 Prozent weit unter diesem Wert. An der Goethe-Universität lag die Quote vor einem Jahr noch bei 31 Prozent; beispielsweise wurde für Germanistik als Hauptfach der Numerus clausus aufgehoben, wie ein Sprecher sagte.

          In Kassel wurde die Zahl der NC-Fächer verringert

          Auch bei den Notendurchschnitten, die für eine Zulassung nötig sind, ändert sich oft nicht viel. An der Universität Mainz ist nur für relativ wenige Fächer eine Eins vor dem Komma nötig, beispielsweise für Psychologie, Pharmazie und Soziologie. „Das Gros liegt bei Werten um 2,5“, berichtete Bernhard Einig, Leiter der Abteilung Studium und Lehre.

          Einen hohen Anteil an Bachelor-Studiengängen mit NC oder Eignungsprüfung, nämlich mehr als 60 Prozent, hat die Technische Universität Darmstadt. Aufnahmebeschränkt sind hier vor allem viele Ingenieurfächer. Neue Hürden wurden nach Angaben einer Sprecherin aber nicht errichtet. Die Universität Kassel hat den Anteil der Bachelorfächer mit Zulassungslimit sogar deutlich gesenkt, nämlich von 63 auf 56 Prozent. An der Universität Marburg ist nach den Worten einer Sprecherin kein Bachelor-Studiengang mit einem neuen NC belegt worden, obwohl die Bewerberzahlen gleichbleibend oder leicht steigend seien. Der Anteil der Bachelor-Fächer mit Zugangsbeschränkung liegt hier bei 38 Prozent. Die Universität Gießen bietet zum bevorstehenden Wintersemester 16 Bachelor-, sieben Master- und vier Staatsexamens-Studiengänge mit einem NC an; Vergleichszahlen aus dem Vorjahr waren gestern nicht zu erhalten.

          Zu den Gesamtbewerberzahlen sagte der Frankfurter Uni-Sprecher, sie seien, verglichen mit dem Vorjahr, vermutlich „ein bisschen rückläufig“. An der Universität Mainz dagegen haben sich laut Abteilungsleiter Einig für die aufnahmebeschränkten Fächer gut 1000 Interessenten mehr beworben als 2012. Die Uni habe aber auch ihre Kapazitäten entsprechend erhöht. Einig zufolge hatte die Hochschule mit einem größeren Andrang gerechnet. Möglicherweise seien die Warnungen vor einer Bewerberflut angesichts der Gymnasialreform G8 und der Aussetzung der Wehrpflicht „ein bisschen übertrieben“ gewesen. Verantwortlich für die Zuwächse ist nach Einigs Ansicht vor allem die gestiegene Studierneigung der Abiturienten, die den demographisch bedingten Bewerberrückgang kompensiere.

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