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Universität Mainz forscht : Nervenkur mit Tee-Wirkstoff

Der Wirkstoff Theophyllin wird aus Teeblättern gewonnen (Symbolbild) Bild: Teekanne

Eine Entdeckung durch Forscher der Universität Mainz könnte neue Behandlungsmöglichkeiten bei Nervenerkrankungen eröffnen. In Tests wird die Wirkung eines aus Teeblättern gewonnen Stoffes untersucht.

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          Neue Möglichkeiten zur Behandlung von Nervenverletzungen und multipler Sklerose könnte eine Entdeckung von Forschern der Uni Mainz eröffnen. Zusammen mit Kollegen aus dem schweizerischen Fribourg haben sie gezeigt, dass der Wirkstoff Theophyllin bei Mäusen die Regeneration von Nervenfaser-Umhüllungen fördert. Nervenstränge sind von einem schützenden Mantel umgeben, der Myelinschicht. Wird sie beschädigt oder wie bei MS durch Krankheitsprozesse zerstört, können die betroffenen Nerven ihre Funktion verlieren.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Neurobiologen haben ein Protein identifiziert, das bei der Wiederherstellung des Myelins eine wichtige Rolle spielt. Diese Reparatur funktioniert gut bei peripheren Nerven, schlechter in Rückenmark und Gehirn, zudem ist sie altersabhängig.

          Durch Gabe von Theophyllin – einem Stoff, der in Teeblättern vorkommt und als Asthmamedikament dient – konnte die Myelin-Neubildung im zentralen und im peripheren Nervensystem verbessert werden, auch bei älteren Mäusen. Die Forscher wollen nun in klinischen Studien testen, ob sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen.

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