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Risiken im Straßenverkehr : Wenn E-Scooter-Fahrer mit dem Gesicht bremsen

Leichtsinnig: Fahren mit Stöpsel im Ohr ist keine gute Idee. Bild: Reuters

Gehirnerschütterungen, Knochenbrüche, Sehnenrisse: Unfälle mit E-Scootern nehmen zu. Bislang beklagte die Polizei vor allem rechtliche Verstöße bei der Nutzung. Doch nun schlagen auch die Kliniken Alarm.

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          Der jüngste schwerere Unfall ist noch nicht lange her. Die junge Frau hatte offenbar zu viel Alkohol getrunken, bevor sie mit einer Freundin auf einen E-Scooter stieg. An der Kurt-Schumacher-Straße kam sie ins Schlingern und fuhr in das Gleisbett der Straßenbahn. In der Statistik der Polizei tauchte sie später als „schwer verletzte E-Scooter-Fahrerin“ auf – eine von wenigen.

          Marie Lisa Kehler

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Denn nach Angaben der Behörde liegt die Zahl der Schwerverletzten „im niedrigen zweistelligen Bereich“. Eine konkrete Zahl nennt die Polizei auf Anfrage nicht. Auch vier Monate, nachdem der E-Scooter-Verleih in Frankfurt begonnen hat, gibt es noch immer keine verlässliche Statistik dazu, wie oft die Fahrzeuge in Unfälle verwickelt sind – anders als bei Autos, Fahrradfahrern und Fußgängern. Ein konkreteres Bild geben einzig die intern erfassten Fälle in den großen Kliniken. Allein im Uniklinikum und der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik wurden seit Juni rund 60 Fälle mit verletzten E-Scooter-Fahrern registriert. Die Kliniken und die Polizei schätzen, dass die Dunkelziffer – bezogen auf alle Verletzten – bei weitem höher liegt. Allerdings zählen für die Ärzte in den Kliniken weniger die reinen Fallzahlen als der Schweregrad der Verletzungen – und der, so teilen die Uniklinik und die Unfallklinik auf Anfrage mit, ist mitunter hoch.

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