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Umzug bis 2017 : Deutsche Bank verlegt Handelssaal

  • -Aktualisiert am

Neuer Standort für Handelssaal und Vermögensverwaltung Bild: F.A.Z.

Unweit des Roßmarkts könnte ein neues Quartier entstehen. Die Fondsverwalter und Händler der Deutschen Bank sollen in die Nähe der Doppeltürme ziehen.

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          Ein weiteres urbanes Quartier mit viel Platz für Einzelhandel, Büros und einem neuen Hochhaus könnte schon bald in der Frankfurter Innenstadt entwickelt werden. Mit der Ankündigung der Deutschen Bank, das Areal zwischen Junghofstraße, Großer Gallusstraße und Neuer Schlesingergasse bis 2017 zu verlassen, ist nun der Weg für Investoren, Stadtplaner und Architekten frei, konkrete Vorstellungen für die Fläche zu entwickeln. Die Deutsche Bank hat bereits angekündigt, entsprechende Gespräche in den nächsten Monaten führen zu wollen. Schon im Oktober war bekanntgeworden, dass auch das Bankhaus Metzler sein benachbartes Stammhaus an der Großen Gallusstraße verlässt.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Entscheidung der Deutschen Bank, den Handelssaal an die Mainzer Landstraße zu verlegen, betrifft vor allem das 1971 fertiggestellte Gebäude Große Gallusstraße 10-14, das vor der Errichtung der Doppeltürme an der Taunusanlage die Zentrale der Bank war. Doch zu dem frei werdenden Areal gehören auch der Hermann-Josef-Abs-Saal an der Junghofstraße, der vor allem für Konferenzen und andere Veranstaltungen der Bank genutzt wird, sowie ein Parkhaus, an dessen Stelle die Bank schon in den neunziger Jahren einmal ein neues Hochhaus namens „Max“ bauen wollte (siehe Karte). Nun will die Bank die Fläche veräußern und anderen die Weiterentwicklung überlassen. Ausgeschlossen bleiben soll nur die unter Denkmalschutz stehende Filiale der Bank am Roßmarkt.

          Zukunft: Der Standort an der Ecke Mainzer Landstraße und Weserstraße liegt in der Nähe der Doppeltürme.

          Vieles zum Umzug noch inoffiziell

          Der neue Standort der Bank, an dem künftig die Verwalter privater und institutioneller Vermögen mit den Händlern der Bank unter einem Dach sitzen sollen, liegt an der Ecke von Mainzer Landstraße und Weserstraße, schräg gegenüber von den Doppeltürmen an der Taunusanlage. Bis Mai dieses Jahres wurde der Komplex von der Fondstochter der Allianz-Versicherungen, Allianz Global Investors, genutzt. Das bestehende Gebäude wird vom Eigentümer Tishman Speyer um einen Neubau erweitert, bis Ende 2016 soll der Komplex dann Platz für 2000 Mitarbeiter bieten.

          Darüber, wie viel Geld die Bank in den Umzug und in den Neubau investiert, werden derzeit keine Angaben gemacht. Ein Handelssaal stellt hohe Anforderungen sowohl an die Sicherheit als auch an die Technik - etwa zum Kühlen der Rechner. Auch wie das neue Gebäude einmal aussehen wird, soll erst in einigen Monaten gezeigt werden.

          Vergangenheit: In der früheren Zentrale arbeiten heute die Händler.

          Änderungen im Stadtbild

          Die Mitarbeiter wurden am Freitag per E-Mail über das Vorhaben der Bank informiert. Schon 2015 sollen die Vermögensverwalter der Bank an den neuen gemeinsamen Standort ziehen. Die Mitarbeiter der Abteilung Deutsche Asset & Wealth Management, die vor allem unter der Fondsmarke DWS bekannt ist, sollen dann ihren jetzigen Standort an der Mainzer Landstraße 178-190, nahe der Galluswarte, verlassen.

          Mit dem Umzug zeigen sich nun auch im Stadtbild Veränderungen, die von beiden Vorstandsvorsitzenden Jürgen Fitschen und Anshu Jain seit ihrem Amtsantritt angestoßen worden sind. Dazu gehörte vor allem die Zusammenlegung der privaten mit der institutionellen Vermögensverwaltung und die Aufgabe einiger Geschäfte am Kapitalmarkt. Der neue Standort der Investmentbanker liegt in Sichtweite der Vorstandsetage.

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