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Klinikum Gießen und Marburg : „Riesen Ärger“ wegen Corona-Hilfen für Uni-Klinikum Frankfurt

Sieht sich bei Corona-Hilfen des Landes Hessen benachteiligt: Uni-Klinikum Gießen und Marburg Bild: dpa

Das Land unterstützt das Frankfurter Uni-Klinikum wegen der von der Corona-Pandemie verursachten Defizite mit 48 Millionen Euro. Das andere hessische Uni-Klinikum soll nichts bekommen. Die Begründung löst dort Unmut aus.

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          Zusätzliche Corona-Hilfen für das Uni-Klinikum Frankfurt in Höhe von 48 Millionen Euro sorgen am Uni-Klinikum Gießen und Marburg für einen „riesen Ärger“, wie der Ärztliche Geschäftsführer am Standort Gießen, der Lungenspezialist Werner Seeger, der F.A.Z. sagte. Das Land begründet den Zuschuss für Frankfurt mit dem Hinweis auf die Versorgung der schwer an Corona Erkrankten und den damit verbundenen Lasten im Budget des Klinikums.

          Thorsten Winter
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.

          Seeger hebt hervor, allein der Standort Gießen habe eine höhere Zahl von Corona-Kranken und mehr schwere Fälle behandelt als das Klinikum am Main. Allerdings bekomme es dafür keinen Extra-Zuschuss vom Land. Der Unmut darüber sei auch deshalb groß, weil das Land das Frankfurter Klinikum in diesem Jahr ohnehin mit gut 56 Millionen Euro unterstütze, zu denen die 48 Millionen Euro hinzu kämen. Gießen und Marburg erhielten zusammen 8,1 Millionen.

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