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Überwachung von Verbrechern : Gewalttätern per Fußfessel auf der Spur

  • Aktualisiert am

Elektronische Fußfessel: Frühere Gewaltverbrecher sollen weiterhin unter Beobachtung bleiben (Symbolbild). Bild: dpa

Wer aus dem Gefängnis entlassen wird, kann immer noch ein Sicherheitsrisiko darstellen. Deswegen werden in Deutschland 98 frühere Verbrecher per Fußfessel überwacht.

          Menschen mit Fußfesseln werden in Deutschland seit rund vier Monaten aus einem Hochsicherheitsgefängnis überwacht. Zum Schutz vor Anschlägen ist die sogenannte Gemeinsame Überwachungsstelle der Länder (GÜL) in die südhessische Justizvollzugsanstalt Weiterstadt gezogen. Zuvor war sie seit Anfang 2012 bei der IT-Stelle der hessischen Justiz in Bad Vilbel in der Wetterau untergebracht.

          98 Menschen in Deutschland tragen derzeit eine Fußfessel. Die meisten sind frühere Gewaltverbrecher und Sexualstraftäter, die nach dem Ende ihrer vollständig verbüßten Haft immer noch als gefährlich eingeschätzt werden, wie Einrichtungsleiter Hans-Dieter Amthor am Mittwoch sagte. Zwölf davon leben in Hessen. Voraussetzung für die Fußfessel ist eine richterliche Anordnung. Drei Gefährder seien auch unter den Fußfessel-Trägern, einer in Hessen und zwei in Bayern. Aus den neuen Büroräumen in Hochsicherheitsgefängnis könnten bis zu 500 Träger der elektronischen Fußfesseln überwacht werden.

          „Wir sind jetzt hinter Mauern und haben eine viel größere Sicherheit als vorher“, sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) bei einem Besuch der GÜL mit ihren insgesamt 17 Mitarbeitern. Dies sei wichtig, weil inzwischen auch islamistische Gefährder Fußfesseln bekommen und überwacht werden könnten.

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