https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/ueber-die-gleise-gelaufen-tod-aus-leichtsinn-18197835.html

Vor Züge gelaufen : Leichtsinn auf den Bahngleisen

Wartestand: Ein Zugbegleiter eines ICE gibt im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe ein Signal Bild: dpa

Gerade erst sind zwei Menschen in Frankfurt von einem Zug erfasst und getötet worden, da meldet die Polizei zwei weitere Fälle von Leichtsinn auf Bahngleisen. Ein Lokführer verhindert Schlimmeres.

          1 Min.

          Immer wieder nehmen Menschen eine Abkürzung über Bahngleise und bezahlen diesen Leichtsinn im Zweifel mit dem Leben. Ein solches Verhalten steht auch für das Unglück mit zwei Toten am Frankfurter Waldstadion in Rede. Zwei Besucher aus Mecklenburg-Vorpommern sind nach dem Böhse-Onkelz-Konzert am späten Freitagabend von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Womöglich hatten der Mann und die Frau wie einige andere Besucher des Konzerts den zu ihrem Fahrzeug oder auch ihrem Zelt abkürzen wollen, statt durch die Unterführung zu gehen. Derweil meldet die Polizei aus Marburg und Bad Hersfeld ähnliche Fälle. In der osthessischen Stadt hat nur ein reaktionsschneller Zugführer ein Unglück verhindert, das ein Mann aus Norddeutschland riskierte. In Kassel musste der Zugverkehr wegen einer Nachricht von Personen auf den Gleisen für einige Zeit gestoppt werden.

          Thorsten Winter
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.

          Demnach mussten Bahnpolizisten am Samtagnachmittag mit Blaulicht und Martinshorn ausrücken, nachdem ein Notruf eingegangen war. Mann mit Kind auf den Gleisen am Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe, lautete der, wie die Kasseler Polizei am Montag berichtet. Die Suche nach den beiden Personen verlief aber erfolglos, wie es weiter heißt. Gleichwohl konnten die Züge für etwa 40 Minuten weder den Bahnhof ansteuern noch ihn verlassen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          DFB-Direktor Oliver Bierhoff und Bundestrainer Hansi Flick (links)

          WM-Blamage und „One Love“-Farce : Zeit für eine Zäsur im DFB-Team

          Ein Neuanfang im deutschen Fußball war mit Oliver Bierhoff nicht vorstellbar. Nun verlässt er den DFB. Auch Bundestrainer Hansi Flick hat keine Argumente geliefert, weshalb er bis zur Heim-EM 2024 bleiben sollte.