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Frankfurter Europaviertel : Wenn die U-Bahn-Baustelle den Schlaf raubt

Keine Ruhe: Der Lärm lässt Petruta Tatulescu und Robert Zander nicht mehr schlafen. Bild: Lando Hass

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche: Seit Mitte Juni wird wieder an den Tunnelröhren für die neue U-Bahn-Strecke ins Frankfurter Europaviertel gefräst – rund um die Uhr. Anwohner fühlen sich massiv gestört.

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          Das Bett steht noch an der gleichen Stelle. Robert Zander und seine Lebensgefährtin Petruta Tatulescu nutzen es aber nicht mehr. Sie sind mit ihren Matratzen ins Wohnzimmer gezogen, um nachts einige Stunden schlafen zu können. In ihrem Schlafzimmer mit Blick auf die Europa-Allee ist das seit mehr als vier Wochen nicht mehr möglich. Auch nicht bei geschlossenen Fenstern. Denn vor ihrem Haus wird der Tunnel für die neue U-Bahn-Linie ins Europaviertel gebaut – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

          Mechthild Harting
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die beiden Unternehmensberater können mittlerweile genau benennen, welche Maschinen ihnen die Nachtruhe rauben. Es ist nicht die eigens für diese Baustelle konzipierte Tunnelvortriebsmaschine, die sich in 25 Metern Tiefe von der Europa-Allee über den Güterplatz ihren Weg bis zum Platz der Republik fräst. Es ist der große Portalkran, der Tag und Nacht im Einsatz ist, um die mit Erde befüllten Loren aus der Tunnelbaustelle auf Straßenniveau zu befördern und dort zu entleeren. Auf dem Weg zurück in Richtung Baugrube, manövriert der Kran Betonteile, die zur Verschalung des Tunnels benötigt werden und lädt sie in der Tiefe lärmend ab.

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