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Kampf um die Fruchtbarkeit : Familienplanung trotz Krebsdiagnose

  • -Aktualisiert am

Starkes Team: Vanessa Sipione kämpft gemeinsam mit ihrer Mutter Adriana um den Erhalt ihrer Fruchtbarkeit. Bild: Helmut Fricke

Junge Tumorpatientinnen müssen nicht nur mit ihrer Diagnose zurechtkommen, sondern auch eine wichtige Entscheidung treffen: Wollen sie je Kinder haben?

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          Anfangs war es nur eine leichte Schwellung. Ab und an hatte sie Schmerzen, wenn sie zu lange auf den Beinen war. Vanessa Sipione machte sich darüber keine Gedanken. Wachstumsschmerzen, so dachte sie, gehören nun einmal zur Pubertät dazu. Mutter Adriana Sipione wurde auf die immer größer werdende Schwellung am Bein ihrer Tochter aufmerksam. Im Gegensatz zu ihr machte sie sich Sorgen. Sie vereinbarte einen Termin beim Orthopäden. Nach einer MRT-Untersuchung die Diagnose: Knochenkrebs. Noch am selben Tag wurde Vanessa stationär im Uniklinikum Frankfurt aufgenommen.

          In den kommenden Stunden folgten zahlreiche Untersuchungen und eine zusätzliche Entscheidung, die getroffen werden musste. Die Ärzte boten Vanessa Sipione an, einige ihrer Eizellen zu entnehmen. Sie erklärten der damals Vierzehnjährigen, dass durch diesen Vorgang die Wahrscheinlichkeit, jemals eigene Kinder haben zu können, erhöht werde. Denn durch die aggressive Chemotherapie sei ihre Fruchtbarkeit gefährdet. Nach der Entnahme werden die Eizellen so lange eingefroren, bis ein Kinderwunsch besteht. „Für mich war sofort klar, dass ich die Behandlung mache“, sagt Vanessa. „Ich habe schon immer vier Kinder gewollt.“ Bei ihrer Mutter löste die Entscheidung, die innerhalb weniger Stunden getroffen werden musste, noch etwas anderes aus: Hoffnung. „Man kämpft einfach noch mehr und hat ein Ziel vor Augen.“

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