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Hessische Türsteherszene : Ergaunerte Lizenzen zurückgefordert

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Zurückgefordert: Etwa 50 Sicherheitsleute aus Hessen müssen ihre Lizenzen wohl wieder abgeben. Bild: dpa

Bis zu 1000 Euro sollen pro Arbeitsbescheinigung an Mitarbeiter der IHK gezahlt worden sein. Aufgefallen war das bei Ermittlungen gegen die Rockergruppe Hells Angels.

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          Etwa 50 Sicherheitsleute aus der hessischen Türsteherszene sollen ihre in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) ergaunerten IHK-Lizenzen wieder verlieren. Das entsprechende Rücknahmeverfahren werde eingeleitet, teilte die Neubrandenburger Industrie- und Handelskammer (IHK) am Freitag mit. Hintergrund ist ein im Jahr 2014 bekannt gewordener Bestechungsskandal bei Prüfungen der Kammer. Gegen vier Prüfer wurden nach Angaben der Stralsunder Staatsanwaltschaft Strafbefehle wegen Falschbeurkundung erlassen.

          Die dubiosen Praktiken waren bei Ermittlungen des Landeskriminalamtes (LKA) Hessen gegen die Rockergruppe Hells Angels im Rhein-Main-Gebiet aufgefallen. Dabei waren insgesamt 91 Männer ins Visier des LKA geraten. Bis zu 1000 Euro pro Person sollen als Bestechungsgeld für die Arbeitsbescheinigung an Mitarbeiter der IHK geflossen sein, hatten die Ermittler mitgeteilt.

          Für ihre Tätigkeit im Sicherheitsgewerbe benötigten die Männer laut LKA eine Sachkundebescheinigung nach der Gewerbeordnung. In der Regel liege die Durchfallquote bei dieser Prüfung bei 40 bis 60 Prozent. Alle 91 Teilnehmer hätten jedoch die Prüfung bei der IHK Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) bestanden, fanden die Ermittler heraus.

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