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Forschungsprojekt „Inspired“ : Medikamente für den Mars

  • -Aktualisiert am

Sehnsuchtsort: Die Studenten wollen dazu beitragen, dass Astronauten bei einer Marsmission gut versorgt würden. Bild: dpa

Studenten aus Darmstadt arbeiten in einem internationalen Summer-School-Projekt an einem Bioreaktor. Er könnte Forscher auf dem Mars unter extremen Weltraumbedingungen mit Nährstoffen und Arzneimitteln versorgen.

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          Eigentlich sollte alles so laufen wie im Jahr zuvor. Schon 2019 hatte die Technische Universität internationale Studierende nach Darmstadt geholt, die in interdisziplinären Gruppen an einem Weltraumthema tüftelten. Die Idee liegt nah: Darmstadt empfiehlt sich als Tor zum Weltall, die Esa mit ihrem Satellitenkontrollzentrum ist gleich um die Ecke, und an der TU gibt es zahlreiche Kooperationen mit Luft- und Raumfahrtexperten. Alles war vorbereitet für eine noch größere Neuauflage von „Inspired“ 2020. Doch dann kam die Corona-Pandemie. In ein anderes Land reisen, eine neue Kultur, Studierende und Uni kennenlernen, in Teams arbeiten, Forschungseinrichtungen besichtigen – all das ging auf einmal nicht mehr. „Wir mussten das Projekt komplett in ein digitales Format überführen“, sagt TU-Mitarbeiterin Andrea Dirsch-Weigand, zuständig für die Didaktik und virtuelle Arbeitsumgebung von Inspired. Eine große Aufgabe. „Schließlich wollen wir die Studierenden nicht bloß beschäftigen, sondern unsere Qualitätsstandards und Lernziele halten“, betonen Dirsch-Weigand und Projektkoordinatorin Agata Staniek.

          Das Projekt Inspired, das als Abkürzung für die „International Project Week for Interdisciplinary Research-Oriented Digital Learning“ steht, wird seit 2019 angeboten und von der TU Darmstadt koordiniert. An der Startveranstaltung im Vorjahr nahmen Studierende aus Europa, den Vereinigten Staaten und Asien teil. 2020 findet das Projekt unter dem Dach der europäischen Universitätsallianz Unite statt, zu der neben der TU Darmstadt sechs weitere Technische Hochschulen aus Finnland, Schweden, Italien, Spanien, Portugal und Frankreich zählen. Zusammen haben sie rund 167.000 Studierende. Ziel ist ein transeuropäischer Campus für Studierende, Lehrende und Uni-Angehörige sowie innovative pädagogische Konzepte.

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