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Forschung an der TU Darmstadt : Neue Knochen aus dem Drucker

  • -Aktualisiert am

Knochenarbeit: Andreas Blaeser mit einem Implantat aus dem 3D-Drucker Bild: Marcus Kaufhold

Lassen sich komplizierte Brüche mit Ersatzmaterialien besser behandeln? Ein Team der TU Darmstadt will erreichen, dass Implantate künftig aus dem 3-D-Drucker kommen. Verwendet werden soll Bioglas.

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          Der Drucker sieht aus wie eine futuristische Mikrowelle. Schicht um Schicht verschmelzt in seinem Innern im sogenannten „Fused Filament Fabrication“-Druckverfahren ein Kunststoffgemisch zu einem Gerüst mit stabiler Hülle und offenporigem Kern. Ein Knochensegment entsteht, dessen vergrößertes Anschauungsmodell Ähnlichkeiten mit einem Schweizer Käse aufweist. Eva Schätzlein, Doktorandin im Team von Andreas Blaeser am Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt, erklärt, warum: „Der Ersatz sollte idealerweise die Funktionen eines echten Knochens nachahmen. Er muss beispielsweise stützen und gleichzeitig Poren für das Einwachsen von Blutgefäßen beinhalten.“

          Knochen sind kein lebloses Material, sondern bestehen aus Zellgewebe. Die Zellen sorgen dafür, dass sich die Knochen unseres Skeletts erneuern und kleine Risse oder Brüche heilen. Größere Defekte, die nach einem Unfall oder der Entnahme eines Tumors auftreten, kann der Körper jedoch nicht selbständig ausheilen. An dieser Stelle müssen meist Implantate eingesetzt werden. Heute wird Patienten dafür Material aus dem Becken oder von anderen Knochen entnommen.

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