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Trotz Siemens-Ausstieg : Land sieht noch Chancen für Partikeltherapie

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Das Land Hessen will, dass hier Patienten behandelt werden: Partikeltherapieanlage am Uni-Klinikum Marburg Bild: F.A.Z. - FOTO DIETER RÜCHEL

Das Land Hessen hält an der in Marburg angesiedelten Partikeltherapie gegen bestimmte Krebsarten fest - obwohl der Anlagenbauer Siemens sich aus dem Projekt zurückziehen will.

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          Ungeachtet des drohenden Ausstiegs von Siemens sieht das Land für die neuartige Partikeltherapie gegen Krebs am privatisierten Uni-Jlinikum Gießen und Marburg (UKGM) weiter Chancen. Es gebe Gespräche mit allen Beteiligten, sagte ein Sprecher des Wissenschaftsministeriums.

          Die „Oberhessische Presse“ aus Marburg hatte zuvor berichtet, dass Siemens den Mietvertrag für das Therapiezentrum zum 30. September gekündigt habe. Damit falle die Strategie von Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) „wie ein Kartenhaus“ zusammen, sagte der SPD-Abgeordnete Thomas Spies. Der Siemens-Konzern testet derzeit am UKGM die Partikeltherapie.

          Ein Sprecher der Siemens Medizintechnik wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Krankenhausbetreiberin, die Rhön-Klinikum AG, war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der Vorstand der Rhön AG hatte sich aber während der Bilanzvorlage im April ausdrücklich zur Partikeltherapie bekannt.

          Das Land hat dem Rhön Klinikum AG bis Ende des Jahres Zeit gegeben, um die 2006 beim Verkauf des Uniklinikums vereinbarte Partikeltherapie in Marburg doch noch zum Laufen zu bringen. Rhön, das die Wirtschaftlichkeit der Anlage bezweifelt hat, muss deshalb bereits vier Millionen Euro Vertragsstrafe zahlen. Im Gespräch ist, die Anlage künftig gemeinsam mit der Uni Heidelberg zu betreiben. Dort wird die Technik schon seit längerem auch für Patienten genutzt.

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