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Trotz Corona : Arbeitsmarkt erholt sich

Gesucht: Konditoren-Nachwuchs wie Mia-Sol Garcia im Caféhaus Siesmayer am Frankfurter Palmengarten Bild: Michael Braunschädel

Die Zahl der Arbeitslosen in Hessen sinkt. Große Sorge bereitet jedoch der Ausbildungsmarkt. Vor allem das Gastgewerbe sucht nach jungen Leuten.

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          „Wenn eine Branche etwas von Hygiene versteht, dann ist es unsere“, sagt Robert Mangold. Der Geschäftsführer der Gastronomie im Palmengarten und im Tigerpalast, der auch dem Landesvorstand des Branchenverbands DEHOGA angehört, spricht von einem „Sonderopfer“, das Hoteliers und Gastronomen in der Pandemie hätten bringen müssen. Staatliche Hilfen hätten zwar das Überleben vieler Betriebe gesichert, doch die monatelangen Schließungen hätten dazu geführt, dass sich kaum mehr junge Leute für eine Ausbildung in der Branche interessierten. So habe es vor Beginn der Pandemie auf die fünf Ausbildungsplätze für Veranstaltungskaufleute in seinem Unternehmen 800 Bewerbungen gegeben, in diesem Jahr auf zwei Plätze aber nur 25. In Küche und Konditorei sei die Lage ähnlich, dort gebe es jetzt noch acht unbesetzte Lehrstellen.

          Patricia Andreae
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das war auch der Grund, warum der Leiter der Regionaldirektion für Arbeit, Frank Martin, den Arbeitsmarktbericht mit deutlich positiver Tendenz für den zurückliegenden Monat am Donnerstag im Palmengarten vorstellte. „Die Pandemie hat besonders das Gastgewerbe getroffen. Auf dem Höhepunkt ging dort jeder sechste Arbeitsplatz verloren“, sagte Martin.

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