https://www.faz.net/-gzg-a91a4
Thorsten Winter (thwi)

Streit um Reform-Plan : Traumhafte Opel-Betriebsrenten

Haltepunkt: Geht es um die Betriebspläne der Chefetage, möchten Arbeitnehmervertreter gerne die Ampel auf Rot stellen Bild: Wolfgang Eilmes

Von außen betrachtet wirkt der Streit um die Zukunft der Betriebsrenten bei Opel verwunderlich bis befremdlich. Das Kernproblem ist die Höhe der Zinszusage, die hohe Millionenzuschüsse bedingt.

          1 Min.

          Bei Opel geht es wieder einmal ums Geld. Abermals streiten sich Geschäftsleitung und Arbeitnehmervertreter. Schrille Töne sind in ihren Auseinandersetzungen nichts Besonderes. Mithin kann die Tonlage im Zwist um die künftige Ausgestaltung der Betriebsrenten nicht verwundern. Die Parteien wären aber gut beraten, sich abzukühlen. Von außen betrachtet, wirkt der Streit verwunderlich. Für so manchen Arbeitnehmer, der gar nicht erst in den Genuss von betrieblicher Altersvorsorge kommt, mag er sogar befremdlich erscheinen.

          Der Rüsselsheimer Autobauer will die Betriebsrenten auf eine neue Grundlage stellen. Und dies hängt, anders als von der hessischen SPD-Chefin Nancy Faeser behauptet, nicht mit der Fusion der Opel-Mutter PSA mit Fiat Chrysler zu Stellantis zusammen. Vielmehr arbeitet das Management schon seit dem vergangenen Sommer daran. Und das aus gutem Grund: Opel muss einen dreistelligen Millionenbetrag zahlen, um die zugesagte Verzinsung bieten zu können. Jährlich. In früheren Zeiten hat die damalige Konzernmutter in den Vereinigten Staaten die betriebliche Altersvorsorge ausfinanziert, doch seit der Übernahme durch PSA ist es damit vorbei.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Sensitivitätslücke? Eine Helferin hält einen Teststab in einem Testzentrum in Hannover

          Zu hohe Erwartungen : Die Enttäuschung mit den Schnelltests

          Schnelltests haben die Erwartungen vieler Bürger und Politiker enttäuscht. Die Tests haben falsche Sicherheit verbreitet. Fachleute kritisieren die „Sensititivitätslücke“.

          Protektionismus der 1930er : „Ein bösartiges Produkt von Dummheit und Gier“

          Trumps Handelspolitik weckt Erinnerungen an die Weltwirtschaftskrise und den Protektionismus der dreißiger Jahre. Damals löste Herbert Hoover mit einem höchst umstrittenen Zollgesetz fatale Gegenreaktionen aus. Heute jedoch ist unser Wohlstand nicht von Amerika bedroht. Ein Gastbeitrag.
          In Flensburg zu Hause: Andrea Paluch, Schriftstellerin, Musikerin, Dozentin, Sängerin, geht ihren eigenen Weg.

          Andrea Paluch : Sie geht ihren eigenen Weg

          Andrea Paluch, die Frau von Robert Habeck, hat ein Buch geschrieben. Liest man darin die Zukunft ihres Mannes? Eher nicht – denn Männer sind in dem Buch mit Absicht abwesend.