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Trainerdiskussion beendet : Herzenssache Eintracht

Happy End: Armin Veh hält der Eintracht für ein weiteres Jahr die Treue – und alle sind begeistert. Bild: dapd

Kurz vor Ostern beendet der Trainer das „Herumgeeiere“ und bleibt ein weiteres Jahr in Frankfurt, wo Fiat künftig Hauptsponsor wird.

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          Die Tage in der Heimat, gewürzt durch einen Geburtstagsbesuch bei seinem alten Spezi Lothar Matthäus, müssen Armin Veh den entscheidenden Kick gegeben hat. Denn es stimmt: Der Trainer der Frankfurter Eintracht heißt auch nach dem 30. Juni 2013 Armin Veh. Am Montagmorgen hat sich der 52 Jahre alte Fußballlehrer gegenüber seinem obersten Vorgesetzten erklärt. Und Heribert Bruchhagen, der Vorstandsvorsitzende der Eintracht Frankfurt Fußball AG, zeigte sich höchst zufrieden und erleichtert, dass Veh das von ihm selbst so bezeichnete „Rumgeeiere“ beendet und sich endlich entschieden hat. „Ich bin sehr erfreut, dass wir es geschafft haben, im sportlichen Bereich Kontinuität zu schaffen“, sagte Bruchhagen. „Armin hat mir mitgeteilt, dass er seinen Vertrag um ein weiteres Jahr bis Juni 2014 verlängern wird.“ Passieren wird dies nicht in Bruchhagens Büro in der Eintracht-Geschäftstelle in der Frankfurter Arena, sondern publikumswirksam vor den Augen einer sicherlich größeren Öffentlichkeit. An diesem Dienstag, um 13.30 Uhr, wird Veh im Beisein Bruchhagens und bestimmt auch seines ihm freundschaftlich verbundenen Sportdirektors Bruno Hübner den Kontrakt unterzeichnen, der für Veh und die Eintracht vor allem eines bedeutet: Verlässlichkeit und Fortführung einer gewachsenen Beziehung.

          Dass Veh mit der Eintracht in seine dritte Saison geht, war zuletzt immer wieder angezweifelt worden. Schon im Dezember gab es Gerüchte, die den Schwaben mit dem FC Schalke 04 in Verbindung brachten. Dort wirkt bekanntlich mit Horst Heldt ein Manager, mit dem Veh einst in Stuttgart 2007 Meister geworden ist. Heldt machte nie ein Geheimnis daraus, „dass ich eines Tages sehr gerne wieder mit Armin zusammenarbeiten möchte“. Wochenlang war Veh Gegenstand von Spekulationen, dass er im Sommer in Gelsenkirchen wirklich die Nachfolge von Interimstrainer Jens Keller antreten könnte. Doch noch am vergangenen Mittwoch, im Rahmen einer kleinen Journalistenrunde, zu der der Frankfurter Coach in regelmäßigen Abständen zu einem informellen Gesprächsaustausch bittet, war schon sehr deutlich zu spüren, wie sehr ihm die Eintracht ans Herz gewachsen ist.

          Hübner: „Ich hatte immer ein gutes Gefühl.“

          Trotzdem ließ sich Veh alle Möglichkeiten offen. Selbst Vorstandschef Bruchhagen, mit dem sich der Trainer täglich austauscht, war sich noch am Wochenende über Vehs Zukunft nicht im Klaren. „Ich hatte bis vor zwei Tagen geglaubt, dass er zu Schalke geht, aber jetzt bin ich mir zu unseren Gunsten nicht mehr so sicher“, sagte der 64 Jahre alte Vereinsführer gegenüber dem Fernsehsender „Sport1“. Mehr als einen möglichen Wechsel zu Schalke hielt Bruchhagen eine Auszeit des 52 Jahre alten Trainers für denkbar. „Die Gefahr ist da, dass er aufhört“, spekulierte Bruchhagen. Veh wisse, was passiere, wenn die Erwartungshaltung zu groß werde.

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