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Traditionsreiches Handwerk : Was Deutschlands „Möbelstadt“ zu bieten hat

  • -Aktualisiert am

Handarbeit: Mitarbeiter Mendes Zola schleift bei Duckhorn & Backes in Kelkheim einen Designerhocker ab. Bild: Marina Pepaj

Exquisite Möbel aus Kelkheim sind auch für den Export gut: Die Blütezeit der „Möbelstadt“ ist zwar vorbei, aber weiterhin finden sich dort viele Betriebe dieser Branche.

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          Dass Haile Selassie, der letzte Kaiser Äthiopiens, seine Einrichtung in Kelkheim fertigen ließ, ist ja bekannt“, sagt Stefan Wolf lachend. Er ist Vorstandsmitglied der Vereinigung Kelkheimer Selbständiger und sehr auf Diskretion bedacht, wenn man nach Kunden fragt. Doch ein bisschen Namedropping darf schon sein: Hocker in Apple-Stores kamen schon aus Kelkheim, genau wie der Esstisch, an dem der Schauspieler Brad Pitt sitzt, und Möbel, mit denen sich der ehemalige Fußballer Rudi Völler umgibt. Wohlhabende Chinesen sind verrückt nach goldenen Hockern mit dem verheißungsvollen Namen „Gral“, beste Schreinerarbeit, per Hand vergoldet – ebenfalls made in Kelkheim.

          Mit dem Namen des 27.000 Einwohner zählenden Orts im Main-Taunus-Kreis war der Zusatz „Möbelstadt“ über Jahrzehnte untrennbar verknüpft. Die große Blütezeit ist zwar vorbei, doch noch immer gibt es hier drei Dutzend Unternehmen, die ihr Geld mit der Ausstattung von Wohnungen verdienen, vom Badausstatter über das Antiquitätengeschäft bis zum klassischen Möbelhaus. Die Dichte dieser Branche ist im Verhältnis zur Größe der Stadt sehr hoch.

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