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Tödlicher Unfall in Kriftel : Polizei ermittelt wegen Vorsatz

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Nach tödlichem Unfall in Kriftel: Die Polizei gehe zwar weiterhin von einem Unfall aus, ermittelt nun aber auch wegen Vorsatz. Bild: dpa

In der Nacht zu Sonntag hat ein junger Autofahrer eine Fußgängerin mit seinem Wagen zu Tode geschleift. Mehrere Fußgänger versperrten in einem Kreisel den Weg des Fahrers. Als sie nicht weggingen, fuhr er einfach los.

          Nach dem Tod einer 41 Jahren alten Frau bei einem Unfall in Kriftel (Main-Taunus-Kreis) ermittelt die Polizei nun, ob der 25 Jahre alte Autofahrer vorsätzlich gehandelt hat. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft gehe die Polizei aber weiter von einem Unfall aus, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen in Hofheim. Der Fahrer befinde sich wieder auf freiem Fuß, eine Verhaftung habe die Staatsanwaltschaft abgelehnt. Ob sich der 25-Jährige zu dem Fall schon geäußert hat, konnte der Sprecher nicht sagen.

          Der Mann musste am frühen Sonntagmorgen in einem Kreisel anhalten, weil Menschen auf der Fahrbahn waren. Als diese nicht Platz machten, fuhr der 25-Jährige aus Frankfurt einfach an. Die 41 Jahre alte Hofheimerin wurde von dem Wagen erfasst, auf die Motorhaube geworfen und geriet dann unter das Auto. Sie wurde rund 400 Meter mitgeschleift, bevor der Wagen zum Stehen kam. Die Rettungskräfte haben die Frau tot geborgen. Ein Atemalkoholtest ergab bei dem Fahrer einen Wert von 0,82 Promille.

          Noch in der Nacht hatte ein Gutachter den Unfallort untersucht. Die Ergebnisse stehen jedoch noch aus. Im Laufe des Montags sollen die Unfallzeugen und der Fahrer abermals vernommen werden. Wann die ersten Ermittlungsergebnisse feststehen, ist noch unklar.

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