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Tod im Club „U60311“ : Verteidiger für milde Strafen in Türsteher-Prozess

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Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines Gastes im Frankfurter Club „U60311“ fordern die Verteidiger milde Strafen wegen Körperverletzung. Die Anklage sieht dagegen Totschlag als gegeben an.

          Türsteher-Prozess - Verteidiger fordern milde Strafen =

          Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Im Frankfurter Totschlags-Prozess gegen drei Türsteher und einen Diskotheken-Angestellten haben die Verteidiger am Dienstag milde Strafen beantragt. Die beiden 36 und 30 Jahre alten Hauptangeklagten, denen von der Staatsanwaltschaft der Tod eines Gasts zur Last gelegt wird, sollen nach dem Willen ihrer Anwälte nur wegen Körperverletzung zu Freiheitsstrafen von weniger als zwei Jahren verurteilt werden.

          Für den dritten, 34 Jahre alten Angeklagten beantragte dessen Verteidiger sogar einen Freispruch. Der 20 Jahre alte Diskothekenangestellte soll ebenfalls nur wegen Körperverletzung verurteilt werden.

          „Keine eindeutige Täterschaft“

          Die mehr als fünf Monate dauernde Hauptverhandlung habe keine eindeutige Täterschaft ergeben, hieß es in den Schlussvorträgen. Einen Tötungsvorsatz müssten sich die Angeklagten ebenfalls nicht vorwerfen lassen.

          Der 31 Jahre alte Diskotheken-Besucher war in der Nacht zum Ostermontag vergangenen Jahres in der Diskothek „U60311“ in der Frankfurter Innenstadt totgetreten und -geschlagen worden. Der Prozess gegen die Türsteher hatte Ende März begonnen. Die Strafkammer will voraussichtlich kommenden Dienstag das Urteil verkünden.

          Anklage für jahrelange Haft

          Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft sollen die beiden 36 und 30 Jahre alten Türsteher für 13,5 und 11,5 Jahre ins Gefängnis. Für den dritten Türsteher und den Mitarbeiter des Clubs forderte die Anklagebehörde am Donnerstag sieben Jahre Haft.

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