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Tipp für den Lockdown : Als stünde man im Pub

Scheibe im Original und im Netz: Die Plattform Webcamdarts ermöglicht zwanglose Dates mit anderen Dartsspielern. Bild: Daniel Meuren

Auf ein Date zum Darts: Kneipen sind für Pfeilewerfer nicht zu ersetzen im Lockdown. Immerhin ein wenig vom Gefühl der Geselligkeit vermittelt eine Online-Plattform. Webcamdarts ist ein Gewinner der Corona-Krise.

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          Das Bier steht auf dem Stehtisch, der Kumpel lästert über mein „Frühstück“, die verhasste 26 bei drei Würfen aufs Dartboard, die rund um das anvisierte Dreifach-20-Feld alles abräumen, was man eigentlich nicht treffen will. Alles in allem ist alles so wie an einem vernünftigen Abend in einem ordentlichen Darts-Pub, wie es sie in Deutschland auch außerhalb von Corona-Lockdown-Zeiten viel zu wenige gibt.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dank webcamdarts.com kann man sich auch im Lockdown das Eckkneipengefühl in den Partykeller, ins Wohnzimmer oder in die im Winter hoffentlich irgendwie beheizbare Scheune holen. Eine Webcam ist an den Computer angeschlossen und auf die Scheibe gerichtet, damit der Gegner an seinem Dartboard die Würfe sehen kann, noch wichtiger aber gerade unter Freunden: Dank der Tonübertragung hört man nicht nur das dumpfe Geräusch der auf die Sisalfasern treffenden Darts, was ziemlich wichtig ist für den eigenen Spielrhythmus, sondern eben auch die Flüche und Lästereien des Widerparts am anderen Ende der Leitung.

          Von Abend zu Abend mehr Spieler

          Die beim Spielen und Biertrinken meist unerlässliche Plauderei ist nahezu genauso möglich, wie wenn Kumpel oder Spielpartnerin im Pub neben einem steht. Bis zu Corona-Beginn war das Portal ein Geheimtipp unter Pfeilewerfern, abends tummelten sich dort nur selten mehr als ein oder zwei Dutzend Spieler. Es war eine kleine Community von Freaks. Dann aber kam die Krise, es kamen Ausgangsbeschränkungen, auch die Kneipen mit Dartboards in der Ecke wurden geschlossen.

          Von Abend zu Abend werden es auch jetzt wieder im zweiten Lockdown mehr Spieler, darunter leibhaftige Topspieler aus den Profi-Dartspielerorganisationen. Morgens früh erwischt man als Gegner gerne mal Australier, bei denen es gerade Abend wird, nach Mitternacht gesellen sich die Nordamerikaner zur Community, wenn es bei ihnen dämmert.

          Das Beste: Die Plattform läuft meist ziemlich stabil, und sie kostet nach Registrierung keinen Cent, lediglich um eine jährliche Spende von zehn Euro wird gebeten. Das ist wenig Geld für viel Dartsvergnügen. Im Dartsjargon verdient webcamdarts.com die Bewertung „180“.

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          Geheimnis des Darts : Auf der Suche nach dem perfekten Wurf Bild: FAZ.NET

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