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Winterliches Wetter in Hessen : Tief „Oskar“ sorgt für Schneefälle

  • Aktualisiert am

Auch im Winter bleiben die Hessen mobil. Bild: Helmut Fricke

Schneefälle haben bei den Hessen für gemischte Gefühle gesorgt: Während im Taunus zeitweise Busse ausfielen und Fahrgäste warten mussten, freuen sich die Liftbetreiber in den Skigebieten über „Winterstimmung pur“.

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          Nasskaltes Wetter, dichte Wolken und zeitweise Schnee hat Tief „Oskar“ am Mittwoch den Hessen beschert. Zwar hat das Winterwetter nach Angaben der Polizeipräsidien Westhessen und Frankfurt bis Mittwochnachmittag zu keiner merklichen Zunahme der Unfallzahlen geführt. Doch vereinzelt wurde der Verkehr in der Winterlandschaft gestört.

          So war die Zufahrtsstraße zum Feldberg im Taunus laut Feuerwehr Oberursel zeitweise gesperrt. Zwei Autos waren zusammengeprallt, die beiden Fahrer wurden leicht verletzt. Der Sachschaden konnte vorerst nicht beziffert werden. Im Untertaunus verspäteten sich laut Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft ab dem Morgen zahlreiche Busse, einige Haltestellen konnten zeitweise nicht angefahren werden, unter anderem in der Nähe des Feldbergs.

          Tourismus-Gewerbe in der Rhön freut sich

          In der Rhön freute sich dagegen Tourismus-Sprecherin Kathrin Kupka-Hahn über „beste Wintersportbedingungen“. So habe am Mittwochmittag auf der Wasserkuppe bis zu 70 Zentimeter Schnee gelegen - die bislang höchste Schneehöhe des Winters. Die Schneekanonen seien in dieser Woche nicht mehr eingesetzt worden. „Für die Skigebiete um die Wasserkuppe war auch der anhaltende Frost vergangene Woche gut. Der Boden ist nicht mehr so weich und der Schnee bleibt liegen.“

          Auch das Skigebiet Willingen in Nordhessen zieht derzeit zahlreiche Wintersportler an. „Wir haben richtig viele Anfragen, auch von Gruppen, die Flutlicht-Skifahrten machen wollen“, sagte Sprecherin Marina Kieweg. Auch bei Familien gebe es Interesse: Nach der Zeugnisvergabe an hessischen Schulen am Freitag wollen laut Kieweg viele ein gemeinsames Skiwochenende verbringen. Rund 50 Zentimeter Schnee lag den Angaben zufolge am Mittwochmittag auf den Pisten in Willingen. „Wenn bei der Kälte die Sonne rauskommt, ist hier ein Traumwetter. Wir warten auf ein richtig cooles Wochenende“, so die Sprecherin.

          Winterlich bleibt es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auch in den kommenden Tagen. Am Donnerstag sorgt Tief „Oskar“ weiter für frischen Schnee in Teilen Hessens. „Dabei muss zum morgendlichen Berufsverkehr erneut mit glatten Straßen und Behinderungen gerechnet werden“, kündigte ein Meteorologe des DWD am Mittwoch an. Tagsüber werden Höchsttemperaturen zwischen 1 und 4 Grad, im Bergland minus 1 bis plus 1 erwartet. Nachts kühlt es auf bis zu 0 bis minus Grad ab, im Bergland bis minus 6 Grad.

          Tief „Pirmin“ bringt Wärmefront

          Danach sorgt Tief „Pirmin“ mit seiner Warmfront in der Nacht zum Freitag und am Freitag für weitere Schneefälle im hessischen Bergland. Durch einen Schwall milderer Meeresluft gehen diese laut Vorhersage zum Teil in Regen über. Dabei kommt es neben der Schneeglätte gebietsweise auch zu gefährlichem Glatteis.

          Glättegefahr besteht wegen „Pirmin“ voraussichtlich auch am Wochenende. Weitere Niederschläge werden erwartet, die bei sinkender Schneefallgrenze bis in tiefere Lagen als Schnee fallen können.

          Insgesamt war der Januar in Hessen wärmer, sonniger und nasser als im vieljährigen Mittel, bilanzierte der DWD am Mittwoch. Die Durchschnittstemperatur von 0,5 Grad lag knapp 1 Grad über dem Soll-Wert. Es fielen durchschnittlich knapp 75 Liter Niederschlag pro Quadratmeter - der vieljährige Mittelwert beträgt laut DWD 63 Liter.

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