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Nach Thomas-Cook-Pleite : Condor kann sich nun selbst sanieren

Condor-Flüge sind weiterhin gut gebucht. Ein Schutzschirm stützt die Fluggesellschaft derzeit. Bild: dpa

Der Flugbetrieb bei Condor geht weiter. Die Ferienfluggesellschaft kann ohne den insolventen Konzern Thomas Cook weiterhin arbeiten. Nun beginnt der schwierige Weg zum Neuanfang.

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          Die Ferienfluggesellschaft Condor kann nun ohne den insolventen Reisekonzern Thomas Cook weiterarbeiten. Das Amtsgericht Frankfurt eröffnete nach einem vorläufigen Schutzschirmverfahren das offizielle Hauptverfahren.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Das gibt nach Angaben einer Condor-Sprecherin nun der an sich rentabel arbeitenden Airline die Möglichkeit, auf der Basis eines eigenen Restrukturierungsplans sich in Eigenregie zu sanieren. Als Sachwalter wird den Angaben zufolge weiter Lucas Flöther fungieren. Einer solchen Sanierung in Eigenregie lässt das Gericht nur dann zu, wenn nach Ansicht des Sachwalters eine erfolgreiche Sanierung gute Chancen hat. Zudem ist das Unternehmen damit vor dem Zugriff der britischen Insolvenzverwaltung sicher.

          Wie die Sprecherin weiter bestätigte, werde der Flugbetrieb vollständig weitergeführt. Auch die Winterzeit, in dem Ferienflieger naturgemäß eine geringere Nachfrage verzeichnen, sei durch einen Überbrückungskredit der staatlichen KfW-Bank im Volumen von 380 Millionen Euro abgesichert. Für die nächsten Tage kündigte die Sprecherin bereits weitere neue Ziele für den Sommerflugplan an. Sie hob zudem hervor, dass alle Tickets volle Gültigkeit hätten und alle Flüge wie geplant abgewickelt würden.

          Zugleich hat Condor den Angaben zufolge damit begonnen, Investoren zu suchen, um mit neuen Eigentümern dauerhaft ohne Thomas Cook rentabel arbeiten zu können. Airline-Chef Ralf Teckentrup will das Unternehmen mit zuletzt rund 4900 Beschäftigten möglichst als Ganzes erhalten. Vor einer Woche hatte Condor gemeldet, den operativen Gewinn im Geschäftsjahr 2018/2019 um 32 Prozent auf rund 57 Millionen Euro gesteigert zu haben. Der Umsatz kletterte demnach um sechs Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

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