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Staatstheater Mainz : Trauerspiel und Erfreuliches

Das Staatstheater Mainz feiert: Steigende Besucher- und Abonnentenzahlen versprechen eine gute Saison für 2018/19. Hier: Die Oper „Antikrist“. Bild: Andreas Etter

Eine Auslastung von 80 Prozent und Spitzenwerte in den Abonnentenzahlen: Das Staatstheater in Mainz ist beliebt. Jetzt fehlt nur noch eine bessere Lösung für seine Finanzausstattung.

          Die Nibelungen sind noch nicht so richtig weg und sollen, weil sie in der Inszenierung von Jan-Christoph Gockel so erfolgreich waren, auch in der neuen Spielzeit noch mehrfach Gelegenheit bekommen, das Publikum in Mainz zu begeistern. Dabei gehört die Bühne in der kürzlich mit einem bunten Theaterfest eröffneten Saison 2018/19 eigentlich zwei starken Königinnen.

          Markus Schug

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Mainz und für den Kreis Groß-Gerau.

          Deren Kampf um Macht und Männer soll erstmal am 25. August in der „Maria Stuart“-Fassung von Dariusch Yazdkhasti im Großen Haus zu sehen sein. Auf was sich die Zuschauer in den nächsten Monaten im Mollerbau, im Kleinen Haus und auf der U17-Bühne noch alles freuen können, war das beherrschende Thema beim Theaterfest, das sich über zwei Plätze in der Innenstadt erstreckte: Während man zur Ludwigstraße hin vor allem mit Informationen gefüttert sowie en passent mit Opernarien und Ohrwürmern versorgt wurde, entwickelte sich der beschauliche Tritonplatz bei hochsommerlichen Temperaturen zur familiengerechten Abhänge-Zone.

          Theater in Mainz ist angesagt

          Auf dem Weg von hier nach dort bot sich die Möglichkeit, ausrangierte Kostüme zu ersteigern oder in der Selfie-Ecke genau das Bild von sich zu machen, das man schon immer einmal abgeben wollte: als Ritter oder Prinzessin.

          Die Gesichter hinter dem Theater: Marcus Müller, Honne Dohrmann, Ina Karr und Hermann Bäumer bei der Pressekonferent zum Spielplan 2018/19.

          Dass Theater in Mainz derzeit ziemlich angesagt ist, bestätigen laut dem Kaufmännischen Geschäftsführers Volker Bierwirth auch die Zahlen der vergangenen Saison: Mit mehr als 222000 Besuchern habe man einen ähnlich starken Zuspruch gehabt wie in der etwas längeren Spielzeit zuvor. Eine Auslastung in Höhe von etwa 80 Prozent und „der Spitzenwert von fast 4500 Abonnenten“ seien gleichfalls äußerst erfreulich.

          Hinzu komme, dass man mit Stadt und Land auf einem guten Weg sei, die Finanzausstattung des Staatstheaters Mainz anders zu regeln und zu verbessern. Aktuell liege der Gesamtetat für das Dreispartenhaus bei 29Millionen Euro, was vergleichsweise wenig sei.

          Kostenanteil des Landes soll erhöht werden

          Künftig soll der Anteil des Landes, das sich die Zuschüsse bisher mit der Kommune in etwa hälftig teilt, laut Bierwirth möglichst schrittweise erhöht werden. Und im Idealfall wäre bei dieser Gelegenheit auch noch zu vereinbaren, dass die regelmäßig wiederkehrenden Tariferhöhungen nicht mehr länger vom Theater getragen werden müssten.

          Sehr zur Freude des 2014 nach Mainz gewechselten Intendanten Markus Müller ist zur neuen Spielzeit eine zirka 3,5Millionen Euro teure moderne Obermaschinerie im Kleinen Haus installiert worden. Wenngleich die Bauabnahme noch aussteht, wurde Müller am Samstag nicht müde, Gästen bei mehreren Führungen von den Vor- und Seilzügen einer Technik vorzuschwärmen, die fortan Schwerstarbeit am Bühnenhimmel zu verrichten habe.

          Näheres zur Spielzeit 2018/19 im Staatstheater Mainz unter www.staatstheater-mainz.com.

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