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Test in Hessen : Kassenpatienten warten länger auf Facharzttermin

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Bis sie ein Wartezimmer sehen, müssen Patienten in Hanau durchschnittlich 36 Tage länger warten als Privatversicherte, in Wiesbaden dagegen elf Tage Bild: dapd

Wie lange müsste wohl ein Privatpatient auf einen Termin warten? Das fragt sich mancher Kassenpatient nach dem Anruf beim Facharzt. Die hessischen Grünen haben die Probe aufs Exempel gemacht - mit einem überraschend eindeutigen Ergebnis.

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          Kassenpatienten müssen in Hessen im Durchschnitt 20 Tage länger auf einen Termin beim Facharzt warten als Privatversicherte. Das haben Testanrufe bei 470 Facharztpraxen im Bundesland ergeben - eine Idee der Kasseler Bundestagsabgeordneten Nicole Maisch, Sprecherin für Verbraucherpolitik in der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

          Im Februar und März dieses Jahres riefen die Tester zweimal kurz hintereinander bei acht Fachrichtungen an - Haut, Auge, HNO, Neurologie, Kardiologie, Radiologie, Innere Medizin und Orthopädie. Einmal bat ein vermeintlich gesetzlich Versicherter, einmal ein angeblich privatversicherter Patient um einen Termin.

          36 Tage in Hanau

          Dabei gab es deutliche Unterschiede zwischen den Regionen: In Hanau mussten Kassenpatienten durchschnittlich 36 Tage länger warten, in Wiesbaden nur 11 Tage länger. Ein Extrembeispiel war eine Praxis in Darmstadt: 365 Tage für Kassenpatienten und 44 Tage für Privatversicherte. In 17 hessischen Praxen bekam der Kassenpatient überhaupt keinen Termin.

          Schuld an der Ungleichbehandlung haben nach Ansicht der Grünen „wirtschaftliche Fehlanreize im System“. Die Grünen setzen sich für eine sogenannte Bürgerversicherung ein, die gesetzliche und private Krankenversicherung vereint.

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