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Corona-Test nach Iran-Reise : Eine Inszenierung wie in Hollywood

Objekte der Begierde: Abstrichröhrchen für den Test auf Corona-Viren in Händen einer gut geschützten Krankenschwester. Bild: dpa

Nach einer Iran-Reise und einer schwierigen Heimkehr fängt für ein Paar in Idstein erst die wahre Odyssee an. Sie erleben, wie schwierig es ist, an einen Corona-Test zu kommen.

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          Die Kulturreise durch den Iran ist ein exotisches Erlebnis gewesen, doch die wahren Abenteuer erlebt das Paar aus Idstein nach seiner Rückkehr aus dem Land, in dem sich das Corona-Virus gerade schnell verbreitet. Für den 52 Jahre alten Bauingenieur und seine 37 Jahre alte Freundin fühlt es sich am Montagmorgen so an, als wären sie mitten in den Dreharbeiten für einen Hollywood-Film gelandet.

          Inga Janović
          Redakteurin im Regionalteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortliche Redakteurin des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Schon auf dem Parkplatz vor dem Idsteiner Krankenhaus wird das Paar abgefangen, es hatte zuvor am Telefon strenge Anweisung bekommen, nicht aus dem Auto zu steigen. Der Arzt, der in voller Schutzmontur aus der Klinik gekommen ist, redet mit den beiden nur durch das geöffnete Autofenster, nimmt auf diesem Weg auch einen Rachenabstrich. Dann werden beide wieder nach Hause geschickt, das Gesundheitsamt ruft noch einmal an: Von nun an stünden sie unter häuslicher Quarantäne. Am Dienstag soll das Ergebnis der Laborprobe vorliegen und es wird zumindest vorerst feststehen, dass sich die Idsteiner nicht mit dem Coronavirus infiziert haben.

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