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Trotz drohender Todesstrafe : Haikel S. scheitert mit Beschwerde

  • Aktualisiert am

Mit seiner Beschwerde gescheitert: Haikel S. vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Bild: dpa

Im Mai war der terrorverdächtige Tunesier Haikel S. aus Frankfurt in sein Heimatland abgeschoben worden. Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte scheiterte er nun endgültig mit seiner Beschwerde gegen Deutschland.

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          Der nach Tunesien abgeschobene Gefährder Haikel S. ist vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mit einer Beschwerde gegen Deutschland gescheitert. Die Straßburger Richter wiesen seinen Antrag am Donnerstag als unzulässig zurück (Beschwerdenummer 7675/18). Diese Entscheidung ist endgültig.

          Der von Sicherheitsbehörden als Islamist eingestufte S. war nach monatelangem juristischen Tauziehen im Mai aus Frankfurt nach Tunesien abgeschoben worden. Er hatte geltend gemacht, dass ihm in seinem Heimatland die Todesstrafe drohe. Diese Gefahr sah das Straßburger Gericht jedoch nicht.

          Diplomatische Zusicherungen

          Zwar könne der Mann in Tunesien formal zur Todesstrafe verurteilt werden, heißt es. Aber jedes Todesurteil werde in dem Land früher oder später vom Präsidenten in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Auch hätten die lokalen Behörden im Fall von Haikel S. zusätzlich diplomatische Zusicherungen abgegeben.

          Außerdem besteht nach Überzeugung der Richter die Möglichkeit, dass S. früher aus der Haft entlassen wird. Daher bestehe kein Grund, von den Einschätzungen der deutschen Gerichte abzuweichen. Das Menschenrecht auf Leben des Mannes sei nicht verletzt worden.

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