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Terrorismus : Innenminister warnt: Terroristen können häufiger entführen

  • Aktualisiert am

Die Gefahr des Terrors geht weiter: Innenminister Boris Rhein (CDU) warnt vor möglichen Entführungen. Bild: dapd

Innenminister Boris Rhein (CDU) warnt vor neuen Terror-Gefahren. „Bislang gingen wir davon aus, dass durch islamistische Terroristen hauptsächlich Anschläge durchgeführt werden.“

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          Das sagte der Minister am Freitag in Frankfurt.

          „Anhand der derzeit bestehenden Erkenntnislage müssen wir mittlerweile leider auch die Gefahr von Entführungen durch islamistische Terroristen in Deutschland in Betracht ziehen.“

          „Hessen ist damit bundesweit das Land mit dem anteilmäßig größten Personalbestand in diesem Bereich“

          Hessen habe auch wegen dieser neuen Entwicklung die Spezialeinheit der Polizei gegen den Terror neu strukturiert und die Zahl der Einsatzkräfte um 60 zusätzliche auf 300 ausgebaut. Von Februar an soll die neue Spezialeinheit einsatzkräftig sein. „Hessen ist damit bundesweit das Land mit dem anteilmäßig größten Personalbestand in diesem Bereich“, betonte Rhein.

          Der Innenminister sprach sich im Kampf gegen den Terrorismus und Extremismus für die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts aus. „Vorratsdaten sind für eine effektive Strafverfolgung und Gefahrenabwehr unverzichtbar.“ Sie könnten der entscheidende Ermittlungsansatz im Zusammenhang mit terroristischen Anschlagsplänen sein. „Wir haben in Deutschland derzeit eine gefährliche Schutzlücke, die schnellstmöglich zu schließen ist“, begründete Rhein seine Forderung.

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