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Limburger Bistum : Telefonseelsorge für Mitarbeiter nach Tebartz-Affäre

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Die Anrufer sollen sich sicher fühlen können, ihre Erfahrungen zu schildern“: Weihbischof Manfred Grothe Bild: Röth, Frank

Mitarbeiter des Bistums Limburg sollen sich nach der monatelangen Affäre um den früheren Bischof Tebartz-van Elst aussprechen können. Zu diesem Zweck wird eigens eine Telefonseelsorge eingerichtet, im Bistum Mainz.

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          Nach den monatelangen Querelen um den inzwischen abgesetzten Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst will das Bistum seinen belasteten Mitarbeitern die Möglichkeit zur Aussprache geben. „Viele, die sich aus ihrem Glauben heraus mit großem Einsatz für unsere Kirche engagieren, sind durch die Ereignisse der letzten Zeit innerlich tief erschüttert worden“, heißt es in einem Schreiben von Weihbischof Manfred Grothe, dem Apostolischen Administrator für das Bistum Limburg, unter anderem an alle Priester, Diakone und hauptamtlichen Mitarbeiter. Anonym sollten sie am Telefon über bedrückende Erfahrungen und persönliche Verletzungen oder Kränkungen sprechen können.

          Die Federführung für die Telefonseelsorge des Bistums hat laut Mitteilung das Institut für Geistliche Begleitung im benachbarten Bistum Mainz. Es wird unterstützt vom Refugium des Bistums Limburg in Hofheim.

          „Anrufer sollen sich sicher fühlen können“

          Beide Teams stünden vom 1. September bis zum 30. November an insgesamt fünf Terminen und für mehrere Stunden bereit. „Die Anrufer sollen sich sicher fühlen können, ihre Erfahrungen zu schildern“, heißt es in der Mitteilung des Bistums.

          Der Finanzskandal um Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hatte das Bistum bis zur Absetzung des Kirchenmannes in den Schlagzeilen gehalten. Papst Franziskus hatte den Bischof Ende März unter anderem wegen der Kostenexplosion beim Bau seines Amtssitzes abberufen. Tebartz-van Elst wird künftig in Regensburg wohnen.

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