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Bündnis geht auch spazieren : Tausende Demonstranten gegen Pegida erwartet

  • Aktualisiert am

Appell zur Friedfertigkeit: Polizeipräsident Gerhard Bereswill Bild: Wolfgang Eilmes

Frankfurt, Kassel und Fulda: Pegida-Anhänger und Gegner des islamkritischen Bündnisses wollen am Montagabend auf die Straßen gehen. Die größte Kundgebung wird in der Mainmetropole erwartet.

          Mehr als 10.000 Teilnehmer sind am Montagabend in Frankfurt zu einer Demonstration gegen Rassismus erwartet worden. Unter dem Motto „Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit“ wollten die Menschen auch gegen Pegida auf die Straße gehen. Die islamkritische Bewegung hat unter dem Titel Pegida Frankfurt Rhein-Main am gleichen Abend ihre erste Kundgebung in Frankfurt angekündigt. Dazu wurden rund 300 bis 500 Teilnehmer erwartet. Beide Demos waren in der Innenstadt geplant. Mehr als 1000 Kritiker der Pegida-Bewegung wollten am Abend in Fulda ein Zeichen setzen, in Kassel wurden erneut Befürworter und Gegner erwartet.

          Unter den Rednern bei der Kundgebung gegen Rassismus auf dem Römerberg in Frankfurt wurde auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) erwartet. Die Demonstration wird von einem breiten Bündnis aus rund 40 Organisationen getragen. Unter den Unterstützern sind der schwarz-grüne Magistrat der Stadt, die SPD und die Grünen in Hessen, der DGB, Kirchen und die AWO.

          Appell vom Polizeipräsidenten

          Die Polizei hatte sich auf Auseinandersetzungen linker Gruppen mit Pegida eingerichtet. Unklar war, ob auch rechtsextreme Unterstützter zur Pegida-Demo an der Hauptwache kommen werden. Polizeipräsident Gerhard Bereswill appellierte im Vorfeld an alle, friedlich zu bleiben.

          Mehr als 1000 Teilnehmer werden in Fulda zu einer Demo unter dem Motto „Fulda stellt sich quer. Gegen Rassismus. Für Weltoffenheit“ erwartet. Eine aus 45 Gruppierungen bestehende Bürgerinitiative hatte die Protest-Veranstaltung angemeldet.

          10.000 bei No-Pegida-Demo

          In Kassel wollten am Abend abermals Befürworter und Kritiker der Pegida-Bewegung auf die Straße. Zur neunten Demo des Kasseler Ablegers Kagida („Kassel gegen die Islamisierung des Abendlandes“) werden nach Polizeiangaben rund 200 Teilnehmer erwartet. Zu der Gegendemo hat der DGB rund 300 Teilnehmer angemeldet. In Wiesbaden waren am vergangenen Montag rund 10.000 Menschen bei einer No-Pegida-Demo auf die Straße gegangen.

          Zu einer Demonstrationen gegen den radikalen Islam in Gießen waren nur zwei Dutzend Teilnehmer gekommen, die Polizei hatte mit bis zu 300 gerechnet. Die Zahl der Gegendemonstranten weit weitaus höher.

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