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Erstaufnahme in Hessen : Tausende Plätze weniger für Flüchtlinge

  • Aktualisiert am

Bald Geschichte: Erstaufnahmeeinrichtung in Calden Bild: dpa

In Calden bei Kassel und in Hanau schließt das Land Hessen jeweils seine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Die Plätze fallen weg. An fünf anderen Orten, vor allem in Gießen, bleiben sie bestehen.

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          Hessen schraubt seine Reserven bei den Plätzen für die Erstaufnahme von Flüchtlingen weiter nach unten. Die beiden Einrichtungen Hanau (Sportsfield Housing) und Kassel-Calden (Alter Flugplatz) mit zusammen 2590 Plätzen werden nun vollständig aufgegeben, wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte. „Seit vielen Monaten zeigt sich die Zugangssituation konstant stabil. Eine weitere Reduzierung der Belegungskapazitäten ist daher notwendig“, erklärte Sozialminister Kai Klose (Die Grünen).

          Die beiden Standorte waren zuletzt passiv geführt worden. Das bedeutet, dass sie im Fall eines plötzlichen Anstiegs der Flüchtlingszahlen kurzfristig hätten reaktiviert und belegt werden können.

          Erstaufnahme noch an fünf Orten

          Das Land betreibt nun noch fünf Einrichtungen für die Erstaufnahme, und zwar in Gießen, im mittelhessischen Neustadt (Ernst-Moritz-Arndt Kaserne), in Rotenburg an der Fulda (Alheimer Kaserne), Büdingen im Wetteraukreis (Armstrong-Kaserne) und in Kassel-Niederzwehren (Bereitschaftspolizei).

          Zusammen würden damit 6380 Plätze vorgehalten, davon seien aktuell rund 1780 belegt. Von März 2018 bis Februar 2019 waren monatlich zwischen 720 und 100 Asylsuchende nach Hessen gekommen.

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